Flockis Corner

Concordia – Spvgg. Griesheim 3:1 (2:0)

Das schreibt die FNP:

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Concordia: Jeglinger, Weymann (Budimir), Kaminski, Kovacevic, Ilcken, Müller, Kvaratskhelia, Hartmann (Cosgun), Stein (Zekan), Tesar, Rinmgheim. – Bank: Schönle, Trainer: Stipp.


FC Maroc – Concordia 2:1 (0:0)

22. Februar 2020
Kreisoberliga Frankfurt
Hartplatz am Fernsehturm

Concordia: Jeglinger – Pereira (30. Hartmann), Kaminski, Weymann, Ilcken, Müller, Stein, Cosgun (70. Schönle), R. Sieber (46. Kvaratskhelia), Tesar, Ringheim. Bank: Schäfer (ETW), Trainer: Stipp.
Tor: 0:1 Tesar.


FC Posavina – Concordia 3:0 (1:0)

KOL Frankfurt
15. Dezember 2019
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Von Martin Gutmann
“Manchmal ist mir, als hätte man uns in einen Film gesperrt. Wir kennen unseren Text und wissen, wo wir gehen und stehen sollen. Es gibt keine Kamera. Aber wir können nicht mehr raus. Und es ist ein schlechter Film”. Dies schrieb Charles Bukowski, quasi die brutalst mögliche Realitätserkennung, die man lesend bekommen kann. Natürlich wäre es höchst unfair, die Leistung unserer Mannschaft mit Bukowski zu beschreiben.
Nach dem tollen Hinspiel in der letzten Woche gegen den gleichen Gegner hatten sich zahlreiche Unterstützer auf den Weg nach Bergen gemacht – und  wurden brutal enttäuscht. In der ersten Hälfte hatte Concordias “Man of the Match” Sebastian Kaminski gleich zu Beginn nach einer Ecke eine gute Möglichkeit, köpfte jedoch drüber. Danach ergab sich gegen kämpferische, aber limitierte Gastgeber ein Spiel ohne nennenswerte Ereignisse, bis uns Kapitän Piljic mit einem Schuss nach in den Rückraum gespielter Ecke unsanft aus allen Träumen riss (21.). Natürlich hätte man das Gegentor leicht verhindern können, dabei aber eventuell einen Ball abbekommen. Und genau das war unser Problem. Zu wenig Einsatz, keine Sprints in die Tiefe, viel zu zaghaftes Auftreten. Noch zwei ordentliche Spielzüge brachten wir zusammen, als Ave Ringheim und Richi Sieber sich außen durchsetzten und nach innen gaben, doch beide Gelegenheiten wurden unkonzentriert vergeben.
In der zeiten Hälfte wurde es gegen nun sehr defensive Hausherren nicht besser, bis in der 60. Minute Simon Kramer auf halb rechts freigespielt wurde, aber am starken Torhüter scheiterte. Dann flog Benni Kress wohl zu Unrecht vom Feld, weil er, weit aus dem Tor geeilt, zu spät kommend, vom Stürmer den Ball erst an die Hüfte und von dort an die Hand gespitzelt bekam (68.). Handspiel ausserhalb des Strafraums, Rot. Kurze Zeit später führten die Hausherren einen Freistoß schnell aus und sechs Concorden ließen Per Bosniak frei aus fünf Metern einköpfen: 2:0, (80.). Bitteschön, dankeschön. “In Unterzahl schläfrig gewesen und allen Kampf zunichte gemacht” könnte ein Fazit lauten, aber erst fingen wir uns noch einen Konter zum 3:0 (90.). Bukowski? Würde vielleicht anmerken: “Die Zahl unserer Abende ist begrenzt und mit jedem verplemperten Abend versündigt man sich grausam am einzigen Leben, das man hat”. Trainer und Betreuer blieben völlig ratlos zurück. Erklären kann man jedes Spiel, aber einen derartigen Leistungsabfall innerhalb einer Woche anzusehen ist schmerzhaft. Und weil jetzt eine Überleitung zur Weihnachtsfeier am kommenden Freitag nötig ist, darf Bukowski nochmal ran: “Das Leben ist eine Illusion, hervorgerufen durch Alkoholmangel”. Und das muss für heute reichen…

FG Seckbach II – Concordia II 2:3 (2:0)
Kreisliga A Frankfurt Gruppe zwei
15. Dezember 2019

Es läuft die Schlussphase auf dem Kunstrasen der vorbildlichen Sportanlage des Gruppenligisten. Die Einheimischen haben eine 2:0-Führung durch Felix Flüs (25. und 44.) vorgelegt und unsere „Krokodile“ sind nach dem Anschlusstreffer von Routinier Ji Bouasla in der 57. Minute drauf und dran, den Ausgleich zu erzwingen. Auf der Concordia-Bank werden die noch zur Verfügung stehenden Minuten durchgegeben. Der verletzte Abwehrchef Jonas Peter will den Ausgleichstreffer erst in der letzten Minute erleben, um den Punkt möglichst sicher zu haben. Doch es kommt ganz anders. Concordia drückt mit der gesamten Mannschaft die den Sieg vor Augen habenden Gastgeber zurück. Wir schreiben die 87. Spielminute: Der Ball kommt auf die rechte Seite, scharfe Hereingabe, misslungener Abwehrschlag des Seckbachers Sumanariu und 2:2-Ausgleich. Jetzt nur nicht nachlassen. Die Gastgeber sind konsterniert. Zwei Minuten Nachspielzeit und die Mannschaft von Coach Pascale König wittert sogar die Siegchance. Und Louis Haarhaus wird zum Spieltagsbesten. Er kommt rund 22 Meter vor dem Seckbacher Tor an die aufspringende Kugel und hämmert sie unhaltbar für den Schlussmann zum 3:2 unter die Latte ins Netz (90.+1) – ein sehenswerter Treffer und totale Freude. Die Siegermannschaft mit vielen jungen Spielern aus dem Nachwuchs hat sich die Punkte 20, 21 und 22 und ein Sonderlob zum Jahresabschluss mit ihrem Auftritt redlich verdient. rw

Concordia II: Jeglinger, Vanselow, Geiger, Reichle, Vock, Kracke (67. Eichler), Schestag, Haarhaus, Bouasla (83. Evans), Pusic, De Oliveira.


Concordia – FC Posavina 4:2 (2:0)

8. Dezember 2019
Kreisoberliga Frankfurt

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Von Martin Gutmann

Der chinesische Dichter Du Fu (Tang Dynastie, um 700 n. Chr.) erklärt es uns mit einfachen Worten: „Das Reich ist zerstört, doch Fluss und Berge existieren weiter.“ Alles nicht so wichtig zu nehmen, ist also stets ein kluger Rat. Und doch sind manche Ereignisse (im kleinen Rahmen) für den Fortgang einer Geschichte (Spielzeit) wegweisend:

Es gibt Spiele unserer Mannschaft, die man einfach gesehen haben muss. Manchmal hat man ja dieses Gefühl, als ob die Spieler nicht denken würden, sondern einfach zusammen abrufen, was Woche für Woche trainiert wird. Dabei ensteht dann eine Dynamik, die absolut mitreißend ist. Einen solchen Tag erwischten gestern unsere Jungs. Es war sofort Leben auf dem Platz, der Aufbau saß, der Gegner orientierte sich an unseren Spielern. Und dann lagen wir auf einmal vorne, nach einer Ecke. Adi Mohr hatte sie getreten, Sebi Kaminski artistisch eingenickt. 1:0, siebte Spielminute. Und in der Folge zeigten die Concordia ihre ganze Klasse. Adi Mohr legte Sturmtank Drago Budimir ein blitzsauberes Tor auf, doch Schiedsrichter Seewald erkannte eine Abseitsstellung (12.). Kevin Jaeger knallte den Ball aus zehn Metern an die Latte und revolutionierte damit die Standards in der Materialtestung hohlwändiger Aluminiumstangen (15.). Richard Sieber setzte sich auf der Grundlinie durch und spielte Metin Cosgun frei, der am Fünfer den Ball nicht richtig traf (29.). Budimir scheiterte mit seinem präzisen Kopfball am tollen Torhüter unserer Gäste (35.). Unsere Abwehr stand dabei „bombensicher“ und ließ eigentlich gelegentlich mal einen Weitschuß zu. Benny Kress entschärfte das Wenige, das auf sein Tor kam. Und dann kam der Moment, als den Kroaten klar wurde, wie schwer das bei der Concordia werden kann. Adi Mohr spielte Joscha Stein genau in den Lauf und der traf aus gut 25 Metern mit selten gesehener Wucht zum 2:0 in den Winkel (41.).

Wer jetzt an ein Aufbäumen der um ihre letzte Aufstiegschance kämpfenden Kroaten dachte, sah sich schnell eines Besseren belehrt. Die Concordia machte auch in der zweiten Hälfte Druck und kam zu großen Möglichkeiten. Zunächst wurde Joscha Stein halbrechts im Strafraum freigespielt und verzog nur knapp (50.). Danach drang Budimir in den Strafraum ein, legte den Ball am Verteidiger vorbei und wurde übelst umgeholzt (55.). Doch Schiedsrichter Seewald hatte auch in der Nachbetrachtung „keine Berührung“ gesehen und ließ weiter laufen. In der 60. Minute schließlich kam Adi Mohr auf rechts durch, passte scharf auf Budimir, der aus kurzer Distanz zum wichtigen 3:0 einschob. Quasi im Gegenzug gab es einen fragwürdigen Freistoß aus 18 Metern und der letztjährige Hessenligaspieler aus Bad Vilbel, Kristian Pejic, verwandelte mit Hilfe von Richard Siebers Abfälschung (63.). Kaum eine Minute später hieß es nur noch 2:3 (62.), weil Kristian Pejic wieder schoß und der Ball unglücklich abgefälscht wurde. In der Folge war es hektisch auf dem Platz, Posavina machte Druck, kam jedoch kaum zu Chancen. Mit großem Willen und jeder Menge Kampfgeist wurde der Vorsprung gehalten, das Glück gezwungen oder auch der Bock umgestoßen. Als in der Nachspielzeit schließlich Richard Sieber den Ball Mitte der eigenen Hälfte aufnahm, die Linie herunter rannte, sich gegen drei Mann bis auf die Grundlinie durchsetzte und Kevin Jaeger das 4:2 servierte, brach sich großer Jubel Bahn. Den „Heinz Blüm-Ehrenpreis“ an den besten Spieler vergab zunächst Trainer Roland Stipp spontan an “Joscha Müller”, ehe Kenan Kovacevic sein Veto einlegte und Richard Sieber zum alleinigen Sieger erklärte. Adi Mohr hatte die ersten drei Treffer vorgelegt und Kevin Jaeger sein erstes Tor für die Concordia erzielt. Die Zuschauer jedoch hatten ein ganz eigenes Gefühl und vergaben an gleich sieben Spieler die gleiche Stimmanzahl. Glückwunsch also an die Mannschaft. Und das muss für heute reichen…

Concordia: Kress, R. Sieber, Kaminski, Kovacevic, Ilcken, Stein (Plöns), Müller, Cosgun, Mohr (Ringheim), Budimir (Kramer), Jäger. – Bank: Pereira, Kvaratskhelia, Jeglinger. – Trainer: Roland Stipp. – Tore: 1:0 Kaminski (7.), 2:0 Stein (41.), 3:0 Budimir (61.), 3:1 und 3:2 Pejic (64./65.), 4:2 Jäger (90.+2).

 

Concordia II – FG Seckbach II 3:1 (1:0)
Kreisliga A (Gruppe 2)

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Mit zwei Topspielern des spielfreien Gruppenligadritten reisten die Gäste selbstbewusst an den Rosegger. Doch sie trafen völlig unerwartet auf ein Concordia-Team, das seit langer Zeit die beste Leistung abrief. Beflügelt durch das 1:0 von Debütant Tim Knapp (siehe Foto), der nach einer Ecke den Braten roch und  am richtigen Ort stand (16.), boten alle Spieler eine tadellose  Einstellung, Laufleistung und Hilfestellung für den Mitspieler. Hinzu kam die fabelhafte Form von Felix Jeglinger als Spieltagsbestem im Kasten, die selbst die Seckbacher Verantwortlichen beeindruckte. Auch im zweiten Durchgang wurde hohes Tempo gegangen. Mirco Pusic, gerade erst aus unserer A-Jugend aufgerückt, war es, der wieder nach einer Ecke den richtigen Riecher hatte und zum 2:0 (76.) eindrückte. Nur vier Minuten später keimte wieder Hoffnung bei der FGS, als unser Schlussmann doch geschlagen war. Die Entscheidung brachte ein vorbildlicher Konter. Nachwuchsspieler Bene Borchert stürmte auf das Tor, zog ab und den vom Torwart abprallenden Ball versenkte Louis Haarhaus mit seinem zehnten Saisontor gnadenlos zum 3:1 (88.). Das war der Sieg, der entsprechend gefeiert wurde. rw

Concordia II: Jeglinger – Jurkic (46. Kracke), M. Sieber, Vock, Schestag, Grötzki, Haarhaus, Borchert (90 +1 Evans), Knapp, Pusic, De Oliveira (75. Bouasla). – Tore: 1:0 Tim Knapp (16.), 2:0 Mirko Pusic (76.), 2:1 Coemertpay (80.), 3:1 Louis Haarhaus (90.+1).

 


Concordia ­– TSG Nieder-Erlenbach 3:1 (1:1)

Kreisoberliga Frankfurt
1. Dezember 2019
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Von Martin Gutmann

„Gehe nicht dahin, wo der Puck ist, gehe dahin, wo der Puck sein wird“, riet einst der beste Eishockeyspieler der Welt, Wayne Gretzky. Genauso kalt wie auf dem Eis war es am Rosegger, als Schiedsrichter Savas Satilmis das Spiel gegen die TSG Nieder-Erlenbach anpfiff und zunächst boten beide Mannschaften nichts an, dass die tiefgekühlte Zuschauerseele hätte erwärmen können. Die Concordia war bemüht, aber gegen bereits in der ersten Minute auf Zeit spielende, tief stehende Gäste sprangen kaum nennenswerte Torchancen heraus. Als nach zwanzig Minuten Kenan Kovacevic unglücklich einen langen Ball mit dem Kopf auf den allerdings weit im Abseits stehenden Zarbatan Abdullah verlängerte und dieser frei vorm Tor zur Gästeführung vollendete, schwante den Concorden nichts Gutes. Kaum fünf Minuten später traf Pablo Pereira im eigenen Sechzehner den agilen Abdullah am Fuß, doch Schiedsrichter Satilmis verweigerte den durchaus möglichen Elfmeter. Es wäre der dritte von Pereira verursachte Strafstoss in Folge gewesen, allerdings der erste, den man hätte pfeifen dürfen. Tormöglichkeiten erspielte sich die Concordia auch im restlichen Verlauf der ersten Hälfte zu selten und als bereits in der Nachspielzeit Metin Cosgun im Sechzehner gefoult wurde und Saba Kvaratskhelia den Strafstoß zum 1:1 verwandelte, war durchaus etwas glücklich.

Die zweite Hälfte begann mit deutlich mehr Engagement und Biss und dem wichtigen und wuchtig per Kopf erzielten 2:1 (54.) durch Benni Tesar nach Ecke Kvaratskhelia. Der Laufweg unseres Innenverteidigers hätte den großen Eishockeystar jauchzen lassen. Die Concordia konnte nun endlich aus ihrer spielerischen Überlegenheit heraus auch Torchancen kreieren und das lästige Zeitspiel der Gäste wich hektischer Betriebsamkeit. Das Spiel wurde insgesamt etwas ansehnlicher und als der eingewechselte Joris Plöns, der das Spiel deutlich belebte, gefühlvoll auf Ave Ringheim flankte und dieser per Kopf zum 3:1 (76.) einnickte, war die Sache gelaufen. „Verdient schon, allerdings mit diskutabler Leistung“, fasste Trainer Roland Stipp das Geschehen zusammen und lobt ausdrücklich Ersatzkeeper Felix Jeglinger, der eine abgebrühte, überzeugende Leistung bot – und deshalb von den Zuschauern auch den „Heinz-Blüm-Ehrenpreis“ für den besten Concorden erhielt. „Der Sieger hat viele Freunde, der Besiegte hat gute Freunde“, sagt ein altes mongolisches Sprichwort und so stellt sich die Concordiafamilie auf zwei wegweisende und ganz bestimmt aufreibende Spiele gegen Posavina ein. Und das muss für heute reichen…

Concordia: Jeglinger, Pereira, Tesar, Kovacevic, M. Sieber, Kvaratskhelia (Plöns), Müller, Stein, R. Sieber (Mohr), Cosgun (Budimir), Ringheim. Bank: Kramer. Trainer: Stipp.

Concordia II – TV Preungesheim 1:2 (0:2)
Kreisliga A Gruppe 2

Das Team von Trainer Christian Ehmes, der auf Jonas Peter verzichten musste – für ihn spielte Debütant Philipp Reichle den Abwehrchef – bestätigt den Formanstieg. Doch trotz der hervorragenden Leistung des jungen Torwarts Conrad Hilbrig reicht es am Ende nicht zum Punktgewinn gegen den spielstarken Tabellenvierten aus Preungesheim. Dessen Stürmer Halici schoss den TVP schon in der zwölften Minute in Führung, die Vereinsrekordschütze Naser mit seinem 17. Saisontreffer eine Minute vor dem Pausenpfiff auf 2:0 ausbaute. Erik Eichler sorgte mit seinem Anschlusstor nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff für Spannung. Pech jedoch für unser Team, dass zuvor Louis Haarhaus verletzt ausgetauscht werden musste. Für ihn kam Eigengewächs Benedikt Borchert aufs Feld. In der sehr fairen Partie konnte Karl Lieder (Freigericht) den Gelben Karton in seiner Schiri-Kluft stecken lassen.

Concordia II: Hilbrich – Jurkic, Geiger (46. Janicke), Reichle, Vock (K), Kracke, Eichler, Grötzki, Haarhaus (47. Borchert), Bouasla (70. De Oliveira), Pusic. Bank: Kharbouch


Türkgücü – Concordia 1:1 (0:1)

Kreisoberliga Frankfurt
24. November 2019

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Ein grundlegendes Merkmal des Universums ist es, stets für Überraschungen zu sorgen. So schauten die friedlich vor sich hin grasenden Triceratops-Herden (wahrscheinlich) ziemlich überrascht, als vor 68 Millionen Jahren ein etwa 15 Km dicker Felsbrocken mit 25.000 Stundenkilometern kurz vor Yucatan einschlug. So schauten auch die Trojaner (wahrscheinlich) zumindest leicht konsterniert, als sich an der Unterseite des heidnischen Holzpferds auf einmal eine Tür öffnete und die herausströmenden griechischen Eroberer kurzen Prozess mit den Einheimischen machten. Und auch die Unterstützerschar des in den vergangenen Wochen mit Niederlagen geradezu überhäuften Concordia-Ensembles staunten nicht schlecht, wie sich Ihre Mannschaft beim Aufstiegsanwärter Türkgücü präsentierte:

Der wirklich große, tiefe und zerfurchte Rasen im Westend-Stadion lieferte die passende Kulisse für ein Fußballspiel, dass auch aufgrund des holprigen Geläufs für einige Überraschungen gut war. In den ersten 15 Minuten zeigte Türkgücü seine ganze Klasse, drückte und erspielte sich über unsere rechte Abwehrseite diverse hochkarätige Torchancen. Unser Schlussmann Benni Kress aber erwischte einen sensationellen Tag und parierte gegen Baris Odabas (3., 7. und 10. Minute) und gegen Emin Yalin (12. und 20.) aus teilweise kürzester Distanz. Die Starspieler der Gastgeber waren dermaßen genervt von unserem Torhüter, das Emin Yalin den an ihm selbst verursachten zweifelhaften Elfmeter gleich ganz am Tor vorbei schoss (17.) – der „Heinz Blüm-Ehrenpreis“ für den besten Concordia-Spieler des Tages ging schon zu diesem Zeitpunkt klar an unseren Torhüter. Doch nach überstandenem Anfangsdruck schüttelte sich unsere Mannschaft und begann, selbst nach vorne zu spielen. Dabei tat sich „Captain America“ Ave Ringheim hervor, der vorne unermüdlich ackerte und einige schwierige Bälle festmachen konnte. Lediglich der oft zu unsaubere „letzte Pass“ stand einer früheren Führung zunächst im Weg. Kurz vor der Halbzeit schickte schließlich Benni Tesar mit einem eingeflogenen Hackenpass (war das Eintrittsgeld schon wert) Ave Ringheim, der den langen Weg über Außen ging, zwei Gegenspieler vernaschte und scharf nach innen gab. Dort verpasste der mitgegangene Tesar kurz, am langen Pfosten aber wartete der erstmals als Stürmer aufgebotene Metin Cosgun und erzielte seinen bereits fünften Saisontreffer (40.).

Die zweite Hälfte begann mit wütenden Türkgücü-Angriffen und aufopferungsvoll kämpfenden Concorden. Richtig klare Chancen blieben zunächst Mangelware, doch als Emin Yalin 22 Meter vor dem Tor gefoult wurde, jubelten die Gastgeber über den Pfiff genauso, wie sie wohl über einen Elfmeter erfreut gewesen wären. Mit dieser Überzeugung verwandelte Yalin dann auch diesen Freistoß zum 1:1 (60.). Immer dunkler wurde es gegen Ende des Spiels und Benny Kress konnte sich noch zweimal gegen Baris Odabas auszeichnen, ehe Schiedsrichter Hofmann einen glücklichen, aber auch verdienten Punkt durch Abpfiff bestätigte.

Der ewig überraschte Chronist zollt einer überragend kämpfenden Mannschaft Respekt und auch die Trainer sowie der Präsident waren voll des Lobes. „Stets findet Überraschung statt, da wo man’s nicht erwartet hat“, sagt Wilhelm Busch und Hans Meyer, uriger Ex-Bundesligacoach, beendet die Diskussion: „Ich kann gar nicht alt genug werden, um alle Überraschungen, die der Fußball parat hat, verkraften zu können.“ Und das muss für heute reichen….

Concordia: Kress, Pereira, Schönle, Kovacevic, Ilcken, R. Sieber, Stein (80. Cosgun), Tesar (70. Kvaratshkhelia), Müller, Ringheim (58. Budimir), Cosgun (58. Brendel). – Bank: Kramer. – Trainer: Roland Stipp.

 

Germania 94 – Concordia II 2:1 (0:1)
Kreisliga A (Gruppe 2)

Die „94er“ spekulieren noch, mit ins Aufstiegsrennen eingreifen zu können. Und sie mussten lange bangen, um die vor dem Anpfiff schon sicher verbuchten Punkte auch tatsächlich gutgeschrieben zu bekommen. Denn unsere Zweitvertretung war gut in die Partie gestartet und Routinier Ji Bouasla gelang nach nur sieben Spielminuten das 1:0. Damit ließ es sich natürlich noch besser spielen, obgleich Trainer Christian Ehmes auf seinen Torjäger Louis Haarhaus und Zulieferer Paul Grötzki sowie Abwehrchef Jonas Peter und den verletzten Linksverteidiger „Pasi“ Stölze verzichten musste. In den zweiten 45 Minuten musste auch Kapitän Sebastian Vock vom Feld. Für ihn kam Dylan Evans. Jetzt steigerten sich die Gastgeber und setzten  die Concordia-Defensive unter Druck. Torwart Felix Jeglinger und seine Vorderleute hielten bis zur 85. Minute stand. Dann war der Concordia-Keeper durch das erste Saisontor des Germanen Gilberto Bierbach doch noch geschlagen. Und derselbe Spieler schaffte nur eine Minute später auch noch das umjubelte Siegtor, so dass unsere tapferen Jungs nach dem Abpfiff traurig mit leeren Händen da standen. rw

Concordia II: Jeglinger, Jurkic (84. Kharbouch), Pusic, Mettlach, Schierle, Vock (ab 46. Evans), Eichler, Bouasla, M. Sieber, Schestag, Vanselow. – Bank: Kracke, Weldai, Janicke.


Concordia – FV Saz-Rock 3:4 (0:2)

Concordia – FV Saz-Rock 3:4 (0:2)
KOL Frankfurt
17. November 2019

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Von Martin Gutmann

„Das Wesen des Konjunktivs ist es, dass er nicht in der Wirklichkeit stattfindet“, sagte einst der der Concordia durchaus geneigte Joschka Fischer und auf die Frage, ob er den Hanse-Marathon wohl beenden werde: „Alles ist möglich, selbst dämliche Fragen wie Ihre.“ Nach der erneuten Niederlage gegen unseren direkten Konkurrenten FV Saz-Rock stehen wir in der Tabelle in völlig ungeahnten Regionen (wirklich) und verloren ein Spiel bei 17 zu 5 Torschüssen mit 3:4. Das ist zwar bittere Realität, die Leistung aber alles andere als unterirdisch. Sie war aber auch von schwacher Zweikampfführung im ersten Durchgang und von viel zu umständlichen Offensivbemühungen geprägt.

Als nach 22 Minuten der Ball im Tor hinter Benni Kress lag, schauten sich die unter dem Schirm hinter der Ersatzbank versammelten Unterstützer fassungslos an. Die Concordia hatte Saz-Rock im Griff, spielte ansehnlich und hatte bereits drei gute Chancen liegen gelassen. Doch Josiah Bridgeman traf mit dem ersten Torschuss der Gäste überhaupt aus 20 Metern flach den Innenpfosten und letztlich zum 1:0. Als in der 32. Minute Cem Akbaba zum 2:0 aus ebenfalls 20 Metern traf, war das der zweite Schuss auf unser Tor und man konnte unseren ehemaligen Außenminister fast schon granteln hören: „Wer das Wünschbare mit dem Machbaren verwechselt, der wird scheitern.“

Als in der zweiten Halbzeit Metin Cosgun zum 1:2 traf (60.), durfte kurz gehofft werden. Die Concordia warf alles nach vorne, erspielte Chance um Chance und fing sich in der 66. Minute prompt das 1:3 mit der dritten Möglichkeitr des sehr effektiven FV Saz-Rock. So darf man allerdings Ecken auch nicht verteidigen. Dann interpretierte der sonst stark pfeifende Schiedsrichter Patrick Rodrigez den deutlich zu hörenden Schlag gegen den Fuß unseres Verteidigers Pablo Pereira als Foul am Stürmer und gab Elfmeter: Sinan Coskun verwandelte zum 4:1 (81.). Die Concordia gab immer noch nicht auf und die mittlerweile mit „Gelb-Rot” dezimierten Gäste kamen nun nicht mehr ganz hinterher. So trafen Josch Stein (86.) und erneut Metin Cosgun (90.) kurz vor Schluss, doch zum Ausgleich langte es nicht mehr.

Bei einer vergleichbaren Niederlagenserie zu unserer Zeit hätten die damaligen Trainer für die kommende Woche die folgende (unsinnige) Parole ausgegeben: „Bringt die Laufschuhe mit, einen Ball seht ihr diese Woche nicht mehr.“ Der heutige Trainer Roland Stipp hat da eine völlig andere Idee, will die Spieler wieder aufrichten, Teamgeist und taktisches Verständnis schärfen. Und ich fordere für das nun anstehende schwere Auswärtsspiel bei Türkgücü: „Ho ho ho Chi Minh, kommt runter vom Balkon, unterstützt den Vietcong“, wobei die Concordia, was die Ausgangslage angeht, sicher ähnlich unterlegen scheint, wie einst das kleine asiatische Land den USA. Und das muss für heute reichen…

Concordia II – FC Serkeftin 3:1 (1:1)
Kreisliga A (Gruppe 2)

Diese Niederlagenserie ist beendet. „Wir haben den Bock umgestoßen“, meinte Innenverteidiger Benjamin Mettlach gut gelaunt nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Marius Bange (Offenbach). Die kurdischen Gäste wollten am Rosegger bei Nieselregen und kühlen Temperaturen Punkte im Abstiegskampf holen und gingen in der 34. Minute sogar 1:0 in Führung. Doch ihr Glück hielt nur eine Minute vor, da Torjäger Louis Haarhaus postwendend den Ausgleich schaffte. Mit seinem zweiten Treffer brachte Haarhaus in der umkämpften Partie die „Krokodile“ in der 57. Minute auf die Siegesstraße. Der FC Serkeftin hielt weiter dagegen und  kassierte vier Gelbe Karten. Nach 76 Minuten war für den 19-jährigen Benedikt Borchert Schluss. Trainer Pascale König, der mindestens für den Rest des Jahres auf Linksverteidiger „Pasi“ Stölze wegen einer Außenbandverletzung verzichten muss,  ersetzte den Mittelstürmer durch Diogo Jesus De Oliveira. Die Erlösung dann in der dritten Minute der Nachspielzeit: Mit seinem dritten Tor machte sich Louis Haarhaus zum Matchwinner und Spieltagsbesten. Mit 16 Zählern wurde der Anschluss an das hintere Mittelfeld geschafft. rw

Concordia II: Jeglinger, Jurkic, Mettlach, Peter, Eichler, Grötzki, Schestag, Pusic, Haarhaus, Vock, Borchert (76. De Oliveira). – Bank: Do O, Evans, Weldai.

 


Concordia – FC Maroc 1:1 (1:1)

Kreisoberliga Frankfurt
10. November 2019

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Von Martin Gutmann

Konfuzius sagt: „Nur der weiseste Weise und der törichste Tor sind nicht zu ändern” und gibt uns damit eben Hoffnung auf Veränderung. Und die hat Concordias Elf dringend nötig, fällt doch das Tore schießen im Moment unglaublich schwer. Unsere Misere gipfelte in einer Szene aus der 77. Minute, als einer unserer Stürmer, von Averil Ringheim mustergültig von der Grundlinie bedient und tief in des Gegners Fünfmeterraum stehend, den Ball nicht nur über das Tor sondern gleich auch noch über den dahinterstehenden Zaun schoss. Wollte man dieses Kunststück wiederholen und hätte man Zeit, wie etwa die Voyagersonden bei ihrer Durchquerung des Universums (noch knapp sieben Milliarden Jahre), es gelänge nicht. Letztlich spielte dieser grandiose Fehlschuss jedoch keine Rolle, da Schiedsrichter Bilal Yaren aus 40 Metern die Hereingabe im Aus gesehen haben wollte. „Wer bei Kleinigkeiten keine Geduld hat, dem misslingt der große Plan“ sagt Konfuzius und so schickte sich unsere Concordia an, ein immerhin sehenswertes Spiel abzuliefern.

Bereits nach kaum 30 Sekunden Spielzeit lief Marocs agiler Stürmer Mourad Ibn Jalil alleine auf Torhüter Kress zu, der jedoch glänzend parierte. Insgesamt schien die Concordia anfangs zu nervös und so ging nach acht Minuten ein Volleyschuss von der Strafraumgrenze ins lange Eck (0:1). „An einem edlen Pferd schätzt man nicht seine Kraft, sondern seinen Charakter“, empfiehlt Konfuzius und so besannen sich die Concorden Ihrer Stärken, kämpften und fingen an, ordentlich zu kombinieren. Ein schöner Spielzug über Ringheim und Stein gelangte schließlich zu Adi Mohr, der mit einer eleganten Drehung seinen Gegenspieler ins Leere laufen ließ und trocken zum 1:1 abschloß (21.). In der 35. Minute entschied Schiedsrichter Yaren auf Elfmeter, obwohl Max Weymann klar den Ball traf. Mo Azzeghage hingegen traf nur die Latte, die kurze Zeit später auf der Gegenseite auch Ringheim einem Belastungstest unterzog. Es hieß Unentschieden zur Pause bei spielerischer Überlegenheit, letztlich aber glücklich wegen dem verschossenen Elfmeter.

„Klug sein besteht zur Hälfte darin, zu wissen, was man nicht weiß“, weiß unser chinesischer Weiser und Trainer Roland Stipp weiß unzweifelhaft so Einiges über Taktik. Die Umstellungen gegen ein klassisches Jorge Huberman-Team griffen und Neuzugang Kevin Jäger bei seinem Debüt belebte unseren Sturm. Immer besser wurden die Chancen, doch Jäger, Mohr und Ringheim vergaben aussichtsreich. Als schließlich erneut Jäger nach toller Annahme aus zehn Metern am überragend reagierenden Hazem Tit scheiterte, schwand zusehends die Hoffnung. Und so kam es zu Eingangs erwähnter Szene und einer letzten Möglichkeit von Pablo Pereira (88.), die nicht zu einem Treffer führten. Eigentlich hätte nur noch ein spätes Gegentor gefehlt, doch glücklicherweise blieb uns dies erspart. Ein angebliches Foul im Strafraum an El Baouti wurde nicht gepfiffen und so blieb es beim 1:1. „In allen Dingen liegt Schönheit, aber nicht jeder sieht sie“ behauptet Konfuzius. Das traf durchaus auf Concordias versammelte Fussballweisen auf der Südtribüne zu, fanden diese doch kaum Trost ob der verschwendeten Überlegenheit in der zweiten Hälfe. Des Gegners Sichtweise mag Konfuzius recht geben, doch um den Erfolg zurückzuholen, hört man besser auf Roland Stipp: „Uns hilft nur weiter, im Training Gas zu geben.“ Und das muss für heute reichen….

Concordia II – Germania Enkheim 1:2 (1:1)
Kreisliga A Frankfurt (Gruppe 2)
10. November 2019

Trainer Christian Ehmes testete eine 4-3-3 Formation gegen den KOL-Absteiger. Sein Team zeigte die beste Leistung seit Wochen, stand aber nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Lars Schneider (Ortenberg) wieder mit leeren Händen da. Nach einem abgewehrten Enkheimer Eckstoß lief der Concordia-Konter und Louis Haarhaus egalisierte den frühen Rückstand. Er überlupfte nach einem Freistoß aus dem Halbfeld mit seinem Kopfball in die lange Ecke den Germania-Torsteher. Schade für das Team, dass Maxi Siebers Alleingang und der Volleyschuss von Jonas Peter von der Mittellinie haarscharf über die Latte nicht zu Toren gegen den Aufstiegsapiranten führten. Und wie das so ist, gelang den Gästen gegen Ende der Spielzeit noch das glückliche Siegtor. Aber die gezeigten Leistungen lassen ein Ende der Durststrecke im nächsten Heimspiel doch möglich erscheinen. Zu hoffen bleibt, dass die Verletzung von Linksverteidiger „Pasi“ Stölze doch nicht so schwer ist und er bald wieder auflaufen kann. rw

Concordia II: Jeglinger,  Pusic, Mettlach, Peter, Stölze, R. Sieber, M. Sieber, Vock, Haarhaus, Schestag, Borchert. – Bank: Jurkic, Evans, Eichler, Bouasla, Weldai, Do O.


Concordia – Union Niederrad 1:2 (0:1)

Kreisoberliga Frankfurt
3. November 2019

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Von Martin Gutmann

Wenn man nach Gerechtigkeit sucht, lohnt ein Blick in die Geschichte. Vom vermeintlich ältesten Gesetzestext der Welt (Codex Hammurapi, etwa 1.800 Jahre vor Chr.) über die Römer bis zur Bibel findet man stets Einlassungen wie „Auge um Auge und Zahn um Zahn“ oder, das für die Misere der Concoria viel treffendere, ”acquaris quodcumque rapis” – Man bekommt, was man sich greift. Denn genau das lässt unsere Erste Herrenmannschaft im Moment einfach ein ums andere Mal liegen.

Die Concordia begann furios und hatte in den ersten fünf Minuten drei echte “Kaiser”. Der genesene Ave Ringheim flankte von links und Josch Stein vollendete mit einem halben Flugkopfball, der leider von Unions Torhüter Wilhelm entschärft wurde. Zwei weitere Chancen vergaben wir unglücklich und Union begann, sich zu befreien. Die läuferisch auffallend stark auftretenden Gäste kämpften sich ins Spiel und verwerteten gleich ihre erste Chance. Ein schlimmer Fehlpass im Mittelfeld führte zu einer Flanke von rechts, die wir nicht verhindern konnten, die Innverteidigung war nicht nah genug am Mann und Unions Jerome Schmidt konnte unbedrängt im Fünfmeterraum einköpfen (0:1, 24. Minute). Keine Minute später spielten wir einen überragenden Angriff, Ringheim passte scharf nach innen, wo Maxi Sieber schneller als sein Gegenspieler war und den Ball grätschend zum vermeintlichen 1:1 ins Tor beförderte. Doch leider wollte Schiedsrichter Frank Schmalwasser ein Foul gesehen haben – wobei er sicher mit Justitia (und Ihrer “Sicht” der Dinge) im Bunde war. Sichtlich geschockt nach dem starken Beginn, dem unnötigen Gegentor und dem nichtgegebenen Treffer gelang uns nicht mehr viel in der ersten Halbzeit außer einem Abseitstreffer. Und Torhüter Kress zeigte seine Klasse gleich mehrfach.

Auch in der zweiten Hälfte spielten wir zunächst seltsam gehemmt, auf der Tribüne zitierte man bereits “Angst essen Seele auf” und als Michael Figueiredo einen Abwehrfehler des sonst immer sehr zuverlässigen Adi Mohr gnadenlos zum 2:0 nutzte (53.), schwand jegliche Hoffnung. Es ist unserer Mannschaft hoch anzurechnen, dass sie sich eben nicht hängen ließ und sich mit allen Kräften gegen die Niederlage wehrte. Ab der 70. Minute sah das Spiel auf einmal richtig gut aus, die Angriffe wurden zielstrebiger und wir bekamen wieder Chancen. Adi Mohr machte schließlich in der 83. Minute seinen Fehler wieder wett und legte das 1:2 von Ringheim per Kopf vor. Leider vergab Simon Kramer kurz vor Schluß die größte Ausgleichschance, Schiedsrichter Schmalwasser verweigerte eine angemessene Nachspielzeit nach gefühlten 20 Wechseln und insgesamt üblem aber auch verständlichem Zeitspiel. “Quid Pro Quo” fordert der kundige Lateiner. Unser Trainer Roland Stipp erhofft sich von den Spielern eine Reaktion im Heimspiel gegen den FC Maroc: „Und für die Mannschaft endlich mal wieder in einem engen Spiel einen Schiedsrichter, der nicht Schicksal spielt.“ Und das muss für heute reichen…

FFC Olympia – Concordia II 2:1 (0:1)
Kreisliga, Gruppe zwei

Die letzten Auftritte unserer Zweitvertretung in der zweiten A-Liga-Saison standen sämtlich unter einem ungünstigen Stern. So auch wieder die Partie im Ostpark, nach der Innenverteidiger Jonas Peter treffend sinngemäß feststellte, wenn der Wurm drin ist, ist er drin. Dabei war das Team von Coach Pascale König aussichtsreich im Spiel und führte zur Pause durch das sechste Tor des jungen Mittelstürmers „Bene“ Borchert verdient mit 1:0. Olympias Spieler hatten dagegen bereits vier Gelbe Karten gesehen. In der 54. Minute leitete ein Strafstoß die bedauerliche Wende des Spieles ein. Torjäger Marco Matschewski verwandelte und fünf Minuten später traf er erneut zum 2:1. In der Folge verteilte Schiedsrichter Temel Akkan den gelben Karton viermal an die „Krokodile“  und noch zweimal an die Gastgeber. rw

Concordia II: Jeglinger, Geiger, De Oliveira (46. Kharbouch), Peter, Stölze, Vock, Pusic (81. Do O), Grötzki, Schestag, Haarhaus, Borchert (72. Bouasla). – Bank: Jurkic, Vanselow, Tom Helberger.

 


Concordia – Tempo 0:3 (0:1)

Kreisoberliga Frankfurt
27. Oktober 2019

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Von Martin Gutmann
Der wunderbare Bernhard-Viktor Christoph-Carl von Bülow (Loriot) kannte sich beim Fußball und auch sonst im Leben aus: “Ballspiele dienen der Körperertüchtigung – beim Fußball kennt man das Ergebnis nach 90 Minuten, während es beim Fasching bis zu neun Monate auf sich warten läßt”. Rechtzeitig zum pünktlich zu Spielbeginn einsetzenden Regen und bei insgesamt ungemütlichem Herbstwetter hat Concordia Eschersheim die übliche Herbstdepression erreicht. Kurz vor dem Spiel gegen die ambitionierten Serben sagten noch unsere beiden Innenverteidiger wegen Krankheit ab, so daß sich die Versehrtenliste auf unglaubliche 15 Spieler erweiterte. Loriots feiner, ironischer Humor mag ein wenig helfen angesichts solch böser Überraschungen:”Die Eintagsfliege wird bereits zwölf Stunden nach Ihrer Geburt von Ihrer Midlife -Crisis erwischt. Das muss man sich mal klarmachen!” Angesichts solch dramatischer Lebensereignisse war dann das Spiel erstaunlich gut:
Mit viel Schwung und Kampfgeist machte unsere junge Mannschaft zunächst einen richtig guten Eindruck gegen hochkonzentrierte Serben und wusste auch spielerisch zu gefallen. Richtig gefährlich wurde es aber kaum, bis nach rund zehn Minuten Tempo mehr Druck entwickelte und vier gute Chancen binnen acht Minuten herausspielte. Lediglich Dauerläufer Nils Brendel konnte mit einem Schuss aus 20 Metern etwas dagegenhalten. Gerade als uns Matze Müller und Saba Kvaratskhelia Sicherheit im Mittelfeld verschafften und verheißungsvolle Angriffe insznenierten, profitierten die Gäste von der Woogwiese von einem diskutablen Handelfmeter – Metin Cosgun wurde aus kurzer Distanz angeschossen: 1:0 durch Tempos Torjäger Vladimir Matic, der seinen 14 Saisontreffer markierte (21.). Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte gab es immer häufiger Szenenapplaus von der Südtribüne, wehrte sich doch unsere Mannschaft voller Herzblut. Der überragende Benni Tesar (Gratulation, Heinz Blüm Ehrenpreis) und unsere starken Aussenverteidiger Pablo Pereira und Adi Mohr gaben uns einige Sicherheit und Geschwindigkeitsvorteile. Letzlich sprangen aber nur wenige echte Großchancen heraus, so daß die knappe Führung der Gäste zur Halbzeit in Ordnung ging.
Leider konnte das junge Concordenteam nach der Halbzeit nicht mehr zulegen. Eine kleine Unaufmerksamkeit auf links wurde von Glamocanin unbarmherzig zu einem tollen Dribbling genutzt, dessen Schuss aus kurzer Distanz Torhüter Kress Vladimir Matic direkt vor die Füße prallen ließ. Der schob aus einem Meter ein (56. Minute) und hatte nun 15 Saisontore auf seinem Konto. “Eine glückliche Ehe ist eine, in der sie ein bischen blind und er ein bischen taub ist”, sagte Loriot und so hielten es auch die Fans auf der Südtribüne. Es wurde weiter angefeuert und manchmal nicht ganz genau hingesehen und als der Treffer zum 3:0 Endstand für Tempo nach einer Ecke einschlug, war das irgendwie auch egal. “Die Jungs haben getan was sie konnten, aber auch verdient verloren” fasste Trainer Roland Stipp treffend zusammen und Loriot vollendet: ”Es ist der Reiz des Lebens, dass man nicht alles für selbstverständlich hält, sondern noch bereit ist, sich zu wundern”. Und das muss für heute reichen…
Concordia: Kress, Pereira, Schönle, Tesar, Mohr, Kvaratskhelia, Cosgun (R. Sieber), Müller, Kramer (M. Sieber), Budimir, Brendel (Borchert). – Bank: Plöns, Jeglinger.

Das schreibt die FN

Concordia Eschersheim – FC Tempo 0:3 (0:1). – Der neue Tabellenzweite aus Ginnheim gab zunächst den Ton an. Eher unglücklich für die Gastgeber fiel dann das 1:0, als Metin Cosgun im Strafraum der Ball von der Hacke an die Hand sprang und der Schiedsrichter Elfmeter gab. Vladimir Matic ließ sich die Chance nicht nehmen (21.). Die Eschersheimer hielten nun gut dagegen, versäumten es aber auszugleichen. Als Concordia-Keeper Benjamin Kress einen Ball pariert hatte, staubte Matic zum 2:0 ab (56.). Nach einer Ecke der Gäste stand Goran Dokic dann sträflich frei und köpfte aus zwei Metern ein (70.). Eschersheims Trainer Roland Stipp sagte: “Wir haben uns unsere gute Leistung durch zwei Abwehrfehler selbst kaputtgemacht. Insgesamt war Tempo aber auch zu routiniert für uns.” (omü)