Concordia – Kalbach II 3:1 (2:0)

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Von Martin Gutmann

Jeder Fussballanhänger hat ein Erlebnis, dass ihn/sie mit diesem Sport verbindet. Bei mir war das die WM 1982 in Spanien, als Italien mit Dino Zoff, Marco Tardelli und Paolo Rossi spielte. Brasilien bot Falcao, den eleganten Socrates und den „weißen Brasilianer“ Zico auf. Argentinien hatte den rustikalen Alberto Tarantini und natürlich „die Hand Gottes“, Diego Maradonna. Frankreich baute auf Michel Platini, Alain Giresse und Jean Tigana, der so elegant zu verteidigen wusste, dass es den Försterbrüdern die Schamesröte ins Gesicht trieb. Für Deutschland spielte neben den erwähnten Holzhackerbuben noch „Omma“ Stielike, Paul Breitner, Manni Kaltz, Horst Hrubesch, Felix Magath, Klaus Fischer, Karl-Heinz Rummenigge und der junge Lothar Matthäus. Im Gedächtnis bleibt mir aber immer das Halbfinale gegen Frankreich, dass ich als junger Austauschschüler in Frankreich sah. Als Toni Schumacher den armen Patrick Battiston brutalst foulte und dann kaugummikauend neben dem bewusstlosen Franzosen stand, durch nichts in seiner eigenen Selbstherrlichkeit zu beeindrucken. Damals zog ich mein Deutschlandtrikot aus und bin seitdem auch nie wieder auf die Idee gekommen, eines anzuziehen. Für Deutschland lief  auch die unvergleichliche „Walz aus der Pfalz“ auf – Hans-Peter Briegel, dessen Markenzeichen es war, ohne Schienbeinschoner zu spielen. Ich muss mir immer vorstellen, was bei einem Duell Neymar gegen Briegel nach den Regeln von 1982 herauskäme.

Auch im Amateursport kann man beeindruckende Dinge erleben. Wenn sich Abseitsbardame Jaennine etwa in der Halbzeit beim Yuccapalmenstutzen die Fingerkuppe mit dem halben Fingernagel absäbelt, vom Präsidenten schnell ins Krankenhaus gefahren und dort genäht wird, danach aber wieder Ihren (ehrenamtlichen) Dienst antritt und sich nicht etwa nach Hause fahren lässt. Auf dem Platz passierte gegen den bereits als Absteiger feststehenden FC Kalbach II dagegen nicht sonderlich viel. Der schwache Schiedsrichter erkannte zwei Treffer von Güldenring und Ringheim wegen angeblichem Abseits nicht an (Videobeweis liegt vor), danach konnten wir durch den gut aufpassenden Jonas Schlevogt in der 27. Minute und schließlich kurz vor der Halbzeit durch Alex Güldenring mit 2:0 in die Pause gehen. Direkt danach trafen unsere Gäste einmal die Latte, hatten aber sonst praktisch gar keine Ambitionen, nach vorne zu spielen. Kalbach kam schließlich in der 85. Minute trotzdem zum Anschlusstreffer, bevor Alex Güldenring nur zwei Minuten später zum Endstand traf. „Wenn Du schon kein Stern am Himmel sein kannst, sei wenigstens eine Lampe im Haus“, sagt der weise Chinese. Unser Ex-Torhüter Thomas Franz sagt dazu: „Ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss“. Und dass muss für heute reichen…

Das schreibt die FNP:

Concordia Eschersheim – FC Kalbach II 3:1 (2:0). - Jonas Schlevogt (29.) und Alexander Güldenring (45./87.) schossen die Eschersheimer Tore, für Kalbach traf Nicola Dentico (85.). Concordia-Trainer Roland Stipp fasste sich kurz: “Wir haben es im vierten Anlauf endlich geschafft, einen Tabellenletzten zu besiegen. Dafür werden wir uns jetzt aber nicht die ganze Woche auf die Schulter klopfen.” (omü)

Concordia II – TuS Nieder-Eschbach 1:3 (1:1)

Die Eschbacher haben starke Spieler und rücken mit dem Dreier vom Rosegger auf den dritten Rang vor. Zur Aufstiegsrelegation reicht es nicht mehr. Für unsere A-Liga-Talente ist der achte Tabellenplatz trotz der Niederlage abgesichert. Damit konnte keiner vor der Runde rechnen. Nach einer Viertelstunde gelang David Schestag mit seinem sechsten Saisontor die Concordia-Führung, die aber fünf Minuten später schon wieder obsolet war. Nach gut einer Stunde sorgte ein Doppeleinschlag hinter Consti Fisher für den verdienten Sieg der Gäste, die in der Folge den aus unserer A-Jugend von Christopher Kracke  stammenden Philipp Sieber einwechselten. Dessen Zwilling Maximilian und der ein Jahr ältere Bruder Richard  steckten derweil in den Concordia-Aufwärmtrikots zur Vorbereitung auf das Kreisoberligaspiel gegen den FC Kalbach II . Beide wurden von Trainer Roland Stipp dann gut eine Stunde später zur zweiten Halbzeit auch auf das Feld gebracht. Drei Brüder im A-Jugend-Alter, alle eingewechselt, doch in zwei Vereinen und zwei Ligen. Stark Rekordverdächtig!

Concordia II: Fisher, Rettenbacher, Kracke, Schierle, Stölze (51. Back), Eichler, Bouasla, Vock, Evans, Schestag, Olobayo (63. Weldai). Trainer: Norman Philipp.