
Dass die Concordia-Anhänger nach dem Abpfiff an der Seitenlinie verweilen und die Mannschaft mit Applaus in Empfang nehmen, passiert nicht alle Tage. Diesmal schon. Und zwar völlig zu Recht. Eine Halbzeit lang kämpfte und spielte das Team von Trainer Roland Stipp beim Tabellenzweiten in Unterzahl, ließ die numerische Unterlegenheit fast vollständig vergessen, schoss zwei Tore und ging total verdient als Sieger vom Feld.
Schon in der ersten Halbzeit hatte die Concordia leichte Vorteile, musste aber mit einem torlosen Unentschieden Vorlieb nehmen. Das lag auch daran, dass der ansonsten souveräne Schiedsrichter ein Foulspiel im Strafraum der Heddernheimer nicht ahndete (45+5.). Die verbale Reaktion von Elias Zimmermann darauf war allerdings unterirdisch – er sah verdienter Maßen „Rot“. Mit einem Mann weniger hatten wir dann die bis dato größte Chance des Spiels, doch der enorm fleißige Emil Gutschmidt schoss den Ball übers Tor. Zuvor war noch Henri Reuner am Heddernheimer Schlussmann gescheitert.
Alle waren sich einig: Jetzt wird es schwer! Wurde es auch, aber eher für die Gastgeber als für uns. Denn die Concordia spielte aus einer kompakten Abwehr immer wieder beherzt nach vorne und bekam schließlich nach einem Foul an Justin Mathwig tatsächlich einen Strafstoß zugesprochen (was normaler Weise nur an ungeraden Feiertagen im Halbmond des Uranus passiert). Der 19 Jahre alte Jan Vossen schnappte sich den Ball und versenkte ihn eiskalt im Tor (60.). Und dann verteidigte der eingewechselte Kapitän Averil Ringheim die Kugel im Heddernheimer Strafraum wie ein Löwe, legte ab zu Mathwig und der traf zum 2:0 (75.). Darauf folgte noch ein Haufen Verteidigungsarbeit, den unsere Mannschaft bravourös erledigte. Und dann konnte gefeiert werden.
Concordia: Nick Gutschmidt, Yukinaga, Haarhaus, Mistetzky, Müller, Köberle, Vossen (Yemane), Reuner (Kvaratskhelia), Mathwig (Olguin Ellmeier), Emil Gutschmidt (Ringheim/Loos); Trainer: Roland Stipp.
