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Corona News:
Saison 2020/21 – Fortführung oder Annullierung ?

Wie Kreisfußballwart Rainer Nagel heute die Vereine informiert, wird nach Bekanntgabe der neuen Maßnahmen in der Corona Pandemie durch die Politik am 3. März in einer Vorstandssitzung des Hessischen Fußballverbands am 11. März entschieden, ob die Saison 2020/21 bis zum Abschluss der Vorrunde wie vorgesehen mit Auf- und Abstieg fortgeführt oder aber ohne Auf- und Abstieg abgebrochen und annulliert wird.
In letzterem Fall bleibt jedoch den betreffenden Vereinen ein freiwilliger Abstieg vorbehalten.

25.02.2021


Concordias Lockdown Lektüre Teil 7:
Die Historie unserer Zweiten

Als Studienrat Hans Handrick im Januar 1958 die SG Concordia Eschersheim für seine Schüler des Ziehen Gymnasiums gründete, reichte die Anzahl der Spieler nur für eine Mannschaft. Diese bestand aus elf Spielern. Die heutigen Auswechselspieler waren beim Fußballverband noch kein Thema. Noch in der Saison 1968/69 bekam der Verein nicht immer genügend Jungs für eine zweite Mannschaft zusammen.
So wurden Freundschaftsspiele außer Konkurrenz ausgetragen, wenn elf – oder auch ein, zwei weniger – Kicker zur Verfügung standen. Das änderte sich ab der Saison 1969/70. Die zweite Concordia-Mannschaft wurde zu den Verbandsspielen angemeldet.

Punktspiele der Reserven fanden generell vor den Spielen der
1. Vereinsmannschaften statt. Sie wurden gepfiffen von Mitgliedern der Heimvereine. Tabellen und Spielberichte wurden in den Sportteilen der Frankfurter Tageszeitungen Neue Presse und Frankfurter Rundschau montags nicht veröffentlicht. Das nackte Ergebnis stand lediglich unter dem Kurzbericht vom Spiel der 1. Mannschaften. Dessen ungeachtet erreichten unsere reinen Hobby-Techniker mit viel Spaß und Freude gute Platzierungen und sogar einige Meisterschaften: Zuletzt in der Reserverunde der Kreisliga A in der Saison 2008/09. Die Meister Doublette wurde in der folgenden Saison durch eine 2:4- Niederlage am letzten Spieltag vergeigt.

Zur Saison 2011/12 beschloss der Hessische Fußballverband offizielle Meisterschaftsspiele für die zweiten Mannschaften ab Kreisoberliga aufwärts. Und da unsere 1. Mannschaft erstmals in die KOL aufgestiegen war, rückten unsere Reservisten aus der internen Reserverunde der Kreisliga A in die Kategorie der B-Ligisten zu den 1. Mannschaften auf.
Die Umstellung war nicht zuletzt wegen der Abstiegsregelung – keiner wollte natürlich in die unterste Liga absteigen – beträchtlich. In der Premierensaison platzierte sich Concordia II im unteren Tabellendrittel. Unter Trainer Karsten Hochmuth wurde es in der Saison 2011/12 Platz elf mit 37 Punkten und 77:81 Toren. Der Aufwärtstrend setzte sich in der Spielzeit 2013/14 fort. Unsere Zweitvertretung wurde guter Vierter mit 60 Punkten und 89:52 Toren. Tore schießen konnten unsere Jungs.
“In goals we trust”
Aber mit dem Abstieg unserer 1. Mannschaft aus der Kreisoberliga ging auch wieder die Zugehörigkeit unserer Zweiten zur B-Liga verloren.
Doch die folgende Spielzeit 2014/15 brachte eine Tore Explosion in der Reserverunde der Kreisliga A. So schossen aus allen Kanonen u.a. Christopher Kracke (21) und Christian Ehmes (5). Wir wissen nicht, wie Karstens Schussübungen im Training aussahen und welche Marke der Fußballschuhe bevorzugt wurde. Jedenfalls feierte Coach Karsten Hochmuth die Meisterschaft mit seiner Gefolgschaft. 78 Punkte und 152:32 Tore standen in der Schlusstabelle. Im Internet wurde unser Team zeitweise unter den TOP-TEN der Tor gefährlichsten Mannschaften in Hessen geführt.

Wie der Fußballgott der Amateure wollte, schaffte unsere Erste den KOL-Wiederaufstieg und ebnete Concordia II die Wiedereingliederung in die Kreisliga B, in der mit 62 Punkten und 106:46 Toren auf Anhieb wieder eine gute Rolle gespielt wurde. Es schloss sich 2016/17 der vierte Platz
(64 Punkte, 93:45 Tore) an. Die Krönung brachte die Saison 2017/18 unter der Regie von Mathias Schmidt, Christian Ehmes und Walter Dorn:
24 Siege sowie je drei Unentschieden und Niederlagen ergaben 75 Punkte und 134:41 Tore und Tabellenrang 2 – Berechtigung zur Teilnahme an die Aufstiegsrunde zur Kreisliga A!

Der erste Gegner A-Ligist FC City geht auf der Sportanlage Hügelstraße 1:0 in Führung. Doch unsere Jungs drehen vor 180 Zuschauern mit drei Treffern das Spiel und lassen sich auch durch das zweite Tor des „Noch-A-Ligisten“ kurz vor Schluss den Sieg nicht mehr nehmen.
Vor 220 Zuschauern am Rosegger wird dann in der ersten Halbzeit (7:2) kurzer Prozess mit dem FV SazRock II gemacht. Nach dem 8:4-Endergebnis werden unsere Aufstiegshelden
Consti Fisher, Pasi Stölze, Jonas Peter, Paul Schierle, Sören Rettenbacher, Marc Mayer, Willie Laubenheimer, Simon Back, Yago Fink, Nick Helberger, Paul Grötzki, Max Laubenheimer, Christopher Kracke und Louis Haarhaus gebührend gefeiert. Der Pokal zum Aufstieg in die A-Liga steht im Vereinsheim zur Erinnerung. Unser Eigengewächs Yago Fink, damals mit 17 Saison Toren, schwärmt noch heute vom Training unter Mathias Schmidt.

Die Kreisliga A stellt für unsere Zweite eine völlig neue Fußballwelt dar. Klassenerhalt ist das Ziel. Doch die Akklimatisation gelingt hervorragend. In der Schlusstabelle 2019 Platz acht als Aufsteiger mit je 13 Siegen und Niederlagen (45 Punkte, 79:81 Tore) ist beachtlich.
Und auch in der am 8. März 2020 nach 22 Spielen abgebrochenen Saison hat die „Reservemannschaft“ auf Platz 11 (25 Punkte, 43:57 Tore) eine gesicherte Position.
Die Frankfurter Rundschau berichtet in der Ausgabe vom 26. Oktober 2020 vom letzten Spiel vor der Corona-Pandemie bedingten Unterbrechung der Meisterschaftsrunde 2020/21 bei TSG Niederrad II (3:3):
„Ussama Djellakh glich aus (44.) und brachte die Concordia kurz nach dem Seitenwechsel nach vorne (48.). … In der 76. Minute erzielte Louis Haarhaus die erneute Führung für die Gäste, die hielt aber nur sechs Minuten.“
Nach nur acht ausgetragenen Spielen liegt Concordia II aktuell mit neun Punkten und 20:24 Toren auf Platz elf.

Drei Jahrzehnte mit Karsten …

Karsten Hochmuth (52) wurde in der Jugendabteilung des VfR Bockenheim ausgebildet. Durch die Elfer-Connection von unserem früheren Mittelfeldspieler Rob Waechter im Sommer 1990 auf den Geschmack gebracht, erwachte Concordia Empathie. Doch die Bockenheimer wollten ihr 22 Jahre altes Talent nicht ziehen lassen.
So kam der Concordia-Kassierer ins Spiel. Es wurde hart um jede Vertragsposition verhandelt. Am Ende griff der Schatzmeister tief in den schlaffen Concordia-Säckel, aber nur deshalb, weil die Rechtsabteilung eine detaillierte Rückzahlungsklausel bei den Bockenheimern durchgesetzt hatte. Das verbriefte Dokument wird im Safe auf der Concordia-Geschäftsstelle verwahrt.
Lockdown_7_Karsten
Von Trainer Dieter Richter im ersten Punktspiel am 9. September 1990 gegen SV Bonames (2:3) in der 35. Minute für Berk im Mittelfeld gebracht, traf er eine halbe Stunde später zum 1:3. Nach dem zweiten Spiel bei Germania Ginnheim (2:2) war Karsten aus der Concordia-Stammformation nicht mehr wegzudenken, bis er im Herbst 1993 einen Kreuzbandriss erlitt. Nach einem Jahr Pause stand er unter Trainer Flocki Walther wieder in der 1. Mannschaft. Er erledigte für die Mannschaft jede auf ihn übertragene Sonderaufgabe, dachte als Spieler schon wie ein Trainer. Im Winter 1995 stoppte eine hartnäckige Meniskus- und Knorpelverletzung die Spielerkarriere. Nach einer weiteren Meniskus-OP 1996 scheiterten mehrere Versuche zur Wiederaufnahme des aktiven Spielbetriebs. Das Knie hielt den Belastungen nicht mehr stand.

Karsten übernahm von Winter 2000 bis Sommer 2004 die Trainerstelle der Reservemannschaft und führte sie auf Anhieb zur Gruppenmeisterschaft und in der zweiten Saison zum Titel „Frankfurt Meister 2001“.
Im Frühjahr 2005 stieg er bei der Ausbildung der D-Jugend, Jahrgang 1993 ein. Seine D 1 wurde 2006 Meister. Als C 2 folgte mit der Mannschaft der Titel 2008. Im Jahr 2012 war seine Ausbildung des 93er-Teams mit dem Übergang zum Herrenbereich vollendet.
Als die Trainerstelle für die zweite Mannschaft 2012 nach dem Rückzug von Toni Galli vakant wurde, bot der Vorstand Karsten die Übernahme an. Er nahm motiviert an und trainierte die Zweitvertretung bis 2017. Seit Sommer 2018 bringt er dem 2006er Jahrgang der Concordia das Fußballspielen und Verhalten auf dem Platz bei. Nicht zuletzt ist er durchgehend im Concordia-Vorstand vertreten:
Summa summarum 30 Jahre Vereinstreue im Dienst für Concordia Eschersheim.

01.02.2021


Concordias Lockdown Lektüre Teil 6:
Als wir die Eintracht schlugen …

Schon im Jugendbereich hat jeder Kicker die Sehnsucht auf ein Spiel gegen das prominenteste und beliebteste Team der Stadt. In der Saison 1967/68 bestand für die Spielgemeinschaft FV 09/Concordia Eschersheim in der 2. Runde des A-Junioren Neue Presse Kreispokals die Möglichkeit, mit einem Sieg gegen die Jugendspielgemeinschaft FSV Bergen/Germania Enkheim in der nächsten Runde bei den starken Eintracht A-Junioren antreten zu können.
Diese hatten mit ihrer A 2 – die A 1 spielte um die Bezirksmeisterschaft – beim FSV Frankfurt 7:2 gewonnen, doch die Eschersheimer Fusion unterlag in Bergen Enkheim knapp 3:4. So hieß am Sonntag, 5. Mai 1968, um 10.45 Uhr das Achtelfinale auf dem Sportplatz am Marbachweg Eintracht Frankfurt A 2 gegen die Bergen Enkheimer Jungs. Diese waren beim 0:10 (0:5) ohne Chance. Der 17-jährige Chronist steckte im Verlierertrikot, war als einziger Stürmer auf sich allein gestellt und musste eine 5 Minuten Strafe befolgen.

Am 21. August 1984 wurde im Vereinsheim „Sahne Krock“ die Concordia-SoMa wiederbelebt. Das Team wurde in die zweitklassige Gruppe eingegliedert. Nach dem Aufstieg in Frankfurts SoMa Premiumklasse stand am 4. November 1989 das Meisterschaftsspiel bei der Eintracht im Stadion am Riederwald an. Die Favoritenrolle war natürlich klar verteilt. Am Sieger gab es keine ernsthaften Zweifel. Die Concordia Spieler waren beeindruckt und belastet in der heruntergekommenen Kabine unter der Haupttribüne. Beim Umziehen wurde 21 Jahre nach dem 0:10 als Siegprämie eine halbe Ente mit Beilagen in Flockis Wohnung im ersten Stock ausgelobt. „Für die ganze Mannschaft eine halbe Ente?“
Wir gingen dann raus auf den Hartplatz, wo heute U-Bahn-Verkehr und Autobahnbau herrschen, in dem Bewusstsein, dass jeder der 15 Spieler einen halben Vogel bei Sieg zu erwarten hat. Und es kam, wie es kommen musste. Unser Stürmer Heinz Kühne schoss ein Tor und als der rechte Verteidiger Ralf Hildmann Sekunden vor dem Abpfiff für den geschlagenen Ralf Bökenkamp auf der Linie klärte, war der 1:0-Sensationssieg perfekt.
Die Concordia-Haudegen in dem stark defensiv lastigen Kampf hießen:
Bökenkamp, Hildmann, Flocki Walther, Gerd Bergisch, Karo Sahr,
Jörg Bürmann,Tommi Fischer, Wolfgang Lindner, Bruno Schumacher, Jörg Hoppe, Hermann Beckert, Wolfgang Jobel, Gerold Hölzel und Kühne.

Am 24. März 1991 schrammte unsere SoMa mit dem 3:3 nach einer 3:0-Pausenführung am Rosegger knapp an einem zweiten Sieg vorbei. Die versprochenen Enten waren am 13. März 1993 schlachtreif und zubereitet auf den Tellern.

Schlachtfest

In der Saison 1994/95 stieg nach dem 3:1-Sieg unserer SoMa bei Germania Ginnheim am Dienstag, 28. März 1995 gegen Eintracht Frankfurt das Kreispokal-Viertelfinale auf unserem Platz. Als Trainer der in der Kreisliga A im Abstiegskampf verwickelten 1. Mannschaft hatte Flocki ein Abendessen in der „Berger Warte“ an der Vilbeler Landstraße ausgemacht. Wir als Außenseiter gingen davon aus, dass das Spiel schon zur Halbzeit entschieden sein wird und durch ein Auswechseln in der Pause der Trainer noch rechtzeitig im Lokal erscheinen würde. Doch Pokalspiele hatten auch damals schon eigene Gesetze.
Unserem Heilsberg-Import Kurt Rohrbeck gelang ein Tor und trotz Muskelverletzung war an ein Auswechseln nicht zu denken. In der zweiten Halbzeit traf „historisches Wetter“ ein: Starke Bewölkung mit Schneefall. Eintracht war unter Flutlicht drückend überlegen, schaffte aber nur den 1:1- Ausgleich. Verlängerung – keine Tore. Dann Elfmeterschießen – nach je fünf Schützen immer noch Gleichstand. Der eigentlich schon am Esstisch sitzende Trainer trifft rechts unten zum 6:5, doch ein Eintracht Spieler gleicht wieder aus. Danach versenkt der famose Schlussmann Heinz Blüm den Ball zum 7:6, geht in die Kiste und pariert den letzten Schuss.
Der Spielerkader: Blüm, Björn Bruder, Stefan Böttger, Walther, Mathias Barten, Bloch, Wolfgang Lindner, Kurt Rohrbeck, Achim Viertel, Alex Gagel, Michael Vehling, Michael Pietsch.

Concordia wirft die Eintracht aus dem Pokalviertelfinale, gewinnt das Halbfinale am 10. Mai 1995 beim SV Bonames mit 5:2 und zieht ins Endspiel am 24. Mai 1995 in Heddernheim ein. Den Cup halten dann aber die Spieler von SpVgg. Oberrad 05 in die Höhe. Sie gewinnen 4:2.

16.01.2021


Concordias Lockdown Lektüre Teil 5:
Der Rosegger

Die aktuelle Lockdown-Lektüre ist mit freundlicher Genehmigung der Autoren Matthias “Matze” Thoma und Axel “Beve” Hofmann ihrem neuen Buch
“59 Eintracht-Orte” entnommen, das über das Eintracht-Museum bestellt werden kann.

Rosegger-Sportplatz   03
Eschersheimer Landstr. 328
60320 Frankfurt

 

 

 

Wenn heute der BSC Schwarz-Weiß 1919 oder Concordia Eschersheim ihre Heimspiele am Rosegger-Sportplatz austragen, geschieht die auf sporthistorischem Gelände.
Denn der Rosegger war seit 1912 Heimat des Eintracht-Vorgängers Frankfurter Fußballverein. Eröffnet wurde die Anlage am 8. September 1912, der FFV und Quick Den Haag trennten sich damals 2:2.
Die Holztribüne des Stadions, die 600 Fans Platz bot, hatte zur Eröffnung übrigens schon eine lange Reise hinter sich. Ursprünglich stand sie am Frankfurter Rennplatz. Nachdem sie dort nicht mehr benötigt wurde, wurde sie auf dem Sportplatz von Hermannia Frankfurt aufgebaut.
Als sich die Hermannia 1910 auflöste, lagerte die Henninger-Brauerei die Tribüne auf ihrem Gelände in Sachsenhausen ein. Für 350 Mark kaufte der Eintracht-Vorgänger Victoria das gute Stück und stellte es zunächst am Platz an der Eschersheimer Landstr. 275 auf, bevor es nach der Fusion mit den Frankfurter Kickers zum Frankfurter Fußballverein im Jahr 1912 endgültig am Rosegger aufgebaut wurde. Der FFV baute hier ein Vereinshaus mit Gastronomie, außerdem gab es einen markanten Torbogen, in dem der Vereinsname eingelassen war.

Sportplatz_Roseggerstraße
Sicherheitshinweis: Die Abgänge an der Tribüne werden nicht freigehalten.

Als der Frankfurter Fußballverein und die Turngemeinschaft 1920 zur Eintracht fusionierten, zog die erste Mannschaft des Vereins ins weitaus größere Stadion am Riederwald. Der Rosegger wurde vom Verein aber weiterhin genutzt, hier spielten Jugendmannschaften und hier trainierten andere Abteilungen. Und so mancher Ball flog in die benachbarte Gärtnerei Sinai und beschädigte da die Gewächshäuser. Nach Kriegsende, als sowohl der Bornheimer Hang als auch der Riederwald wegen Bombenschäden nicht nutzbar waren, fanden wieder Spiele der ersten Mannschaft der SGE und auch des FSV statt. Die Eintracht spielte in der Saison 1945/46 am Rosegger gegen Mannschaften wie den VfB Stuttgart, Bayern München oder den 1. FC Nürnberg, teils vor 10.000 Zuschauern.

Archivfoto, Tribuene am Rosegger
Die Holztribüne am Rosegger

Die Holztribüne, die so viel erlebt hatte, wurde Ende der 1950er Jahre leider abgerissen. Vielen Eintrachtlern ist sie in Erinnerung geblieben.
Vor allem Fußball-Veteranen erinnern sich immer wieder schmunzelnd an die Zeit, als die Handballfrauen der Eintracht am Rosegger trainierten. Durch Ritzen und Astlöcher in der Verkleidung der Holztribüne konnten die Jungs damals nämlich den einen oder anderen Blick in die Damendusche werfen …

05.01.2021


Weihnachtsgrüße

Liebe Spieler, Funktionäre, Mitglieder und Eltern,
der Vorstand von Concordia Eschersheim wünscht euch allen

FROHE WEIHNACHTEN
und ein
GESUNDES NEUES JAHR.

Wir bedanken uns, dass ihr dem Verein in diesen schwierigen Zeiten treu geblieben seid. Wir hoffen, dass unser Vereinsleben bald wieder in Schwung kommt und die Angriffe wieder über die Flügel vorgetragen werden können.
Bis dahin müssen wir uns digital verständigen. Unterstützende Ideen würden uns helfen.

Vor allem müssen wir uns an die geltenden Abstands- und Hygieneregeln halten. In diesem Sinne hoffen wir auf ein baldiges Wiedersehen am Rosegger.

Der Vorstand am 23.12.2020

Weihnachtskugeln

Frohe Weihnachten und ein gesundes, glückliches neues Jahr wünschen wir.
Fam. CANGÖR

Die Wünsche unseres Ex-Trainers Metin Cangör. Der heute 80-Jährige war von 1975 bis 1980 Übungsleiter unseres A-Klasse-Teams. Mit Ehefrau Bedia hat er zwei Kinder. Tochter Rya und Sohn Derya, der in der Saison 1982/83 in unserer Bezirksligamannschaft stand.

23.12.2020


Concordias Weihnachts-Lockdown Lektüre Teil 4:
Weihnachten vor 45 Jahren – 1975 Concordia in Istanbul

„Beziehungen sind alles“, berichtet BILD-Frankfurt am 20.12.1975.
„Das Vorspiel zum Länderspiel Türkei gegen Deutschland bestreitet ein
A-Klasse-Verein aus Frankfurt: Concordia Eschersheim.
Wie die Jungs nach Istanbul kommen? Ganz einfach, sie haben einen türkischen Trainer.“
Und der heißt Metin Cangör. Als ehemaliger türkischer Jugendnationalspieler vereinbarte er mit dem türkischen Fußball-Verband, dass die Concordia im Inonü Stadion von Istanbul gegen Tekel Istanbul aus der obersten türkischen Amateurliga das Auftaktspiel vor dem Ländermatch gegen den amtierenden Weltmeister am Samstag, dem 20. Dezember 1975, austragen dürfe.
Und so stiegen am Freitag, 19. Dezember 1975, 31 Personen der Concordia in den Flieger gen Bosporus. Doch dunkle Wolken und prasselnder Regen im Landeanflug auf die türkische Metropole machten dem Privatspiel einen Strich durch die Rechnung. Der Rasen im Inonü Stadion glich einem Moorbad und musste für das Länderspiel geschont werden. Die Begegnung mit Tekel Istanbul wurde auf Sonntag, 21. Dezember, in Maltepe, einen Stadtteil auf Istanbuls asiatischer Seite, verlegt.

Istanbul

Zunächst erlebte der Concordia-Tross aber den starken 5:0-Sieg der Nationalspieler um Franz Beckenbauer, obgleich die Gastgeber frenetisch von ihrem Publikum angefeuert wurden. Wir machten uns mit lauten „Holz“ –Rufen bei unserem Eintracht-Nationalspieler Bernd Hölzenbein bemerkbar.

Tags darauf hatten wir mit Tekel, dem Verein mit vorwiegend Arbeitern des staatlichen Branntwein- und Tabakwarenmonopols, einen übermächtigen Gegner. Trotz der kurzfristigen Spielverlegung war die Stehtribüne voller Zuschauer ein Meer von Regenschirmen. Der Platz war tief, aufgewühlt, durchfurcht mit Pfützen und Kräfte raubend. Wir kamen mit einer 1:4- Niederlage ehrenvoll davon. Die Duschen wurden bald kalt und kälter. Die Gastgeber bewirteten die Concordia-Entourage beim Bankett unter Petroleumlicht wegen abendlicher Stromsperre sehr zuvorkommend und wurden zum Gegenbesuch eingeladen.
Bevor das Flugzeug am 24. Dezember zum Rückflug nach Frankfurt startete, gab es für uns noch viel an Kunst, Kultur und Zeitgeschichte in Istanbul zu erleben. Eine unvergessliche Reise zur Weihnachtszeit.

Zum Gegenbesuch kam Tekel Istanbul im Sommer darauf nach Frankfurt. Im Turnier auf dem Rosegger-Hartplatz „revanchierte“ sich unsere Mannschaft mit einem Sieg. Hoch ging es dann im „Krock“ her. Und der türkische Busfahrer hatte auf dem Parkplatz an der Tankstelle einige Mühe seine Fahrgäste zum Einsteigen für die lange Rückreise zusammen zu bringen.

23.12.2020


Concordias Weihnachts-Lockdown Lektüre Teil 3:
Von Otto bis Benny – unsere Torhüter Historie

Wenn der Kleinste bei den Jugendlichen einen Ball dabei hat, darf er im Tor mitmachen. Ist schon ein Ball vorhanden, braucht er eine Brille für die Fernschüsse. Bei den Älteren wird Gardemaß gesucht, um sich die Stürmer vom Leib zu halten, alternativ sprungkräftige Fliegenfänger für die Torecken. Sie sind Handwerker, was die anderen nicht dürfen. Dafür dürfen sie keine O-Beine haben. Den Abstoß vom Fünfer macht der Mittelläufer weit ins Feld. Wenn du als Torwart nichts hältst, bist du schnell Linksaußen oder ganz draußen. Neuer dann die Evolution des modernen Torwartspiels: Der Trainer fordert dich als Libero und in der Schlussphase als Rettungsanker für den Ausgleich im gegnerischen Strafraum. Hier sind unsere Torwart-Helden:

- Otto Wotawa (Gründungstorwart 1958)
- Franz Jessberger (Ex-Mietrichter beim Amtsgericht Frankfurt)
- Volker Schützenhofer (von Viktoria/Preußen)
- Günther „Knoche“ Weimar (als B-Klasse Meister 1974 Abgang zu Kickers Obertshausen)
- Karl-Heinz Urbanek
- Horst Schröder
- Rainer Briehl
- Heinz Blüm (A-Klasse Meister 1981)
- Winfried „Winni“ Borz (von Griesheim 02, Bezirksliga Klassenerhalt 1982)
- Peter Schupp
- Frank (aus der A-Jugend)
- „Glocko“ Glock
- Thomas Traiser (1985, Fliegende Rindswurst 1996 Kreispokalfinale am Rosegger gegen Rotweiß Frankfurt 1:6)
- Sinisa Vagner
- Thomas „Schenkel“ Franz
- Ricky Bianchi
- Dimitrios „Dimi“ Sacharos (2004)
- Robert Andresen (B-Liga Meister 2008)
- Frank Dann
- Benjamin Kress (2010, A-Liga-Meister 2011,2015, Kreisoberliga)
- Jan Weinkauff (A-Liga Meister 2011)
- Constantin Fisher
- Felix Jeglinger
- und auf dem Sprung Max Schilling

21.12.2020


Was machen die Ex-Spieler?
Bernd Loebe bleibt bis 2028

Der heute 67-Jährige spielte in den 60ziger Jahren des vorigen Jahrtausends in der Jugendabteilung von Eintracht Frankfurt. Unter unserem noch heute mit der Concordia verbundenen Trainer Metin Cangör (80) kam er in der Saison 1975/76 in den A-Klasse-Kader der ersten Mannschaft. Der Coach sah das Drehmoment von „Der Otter“, einem studierten Jurist, verbesserungsfähig.

Vom Spiel beim SSV Heilsberg (1:1) berichtete die Neue Presse:

„Die Eschersheimer mit
Urbanek, Böttger, Hauk, Koeppen, B. Hölzel, Radomski, Walther, Menje, Grüterich (85. Loebe), Schumacher und Mangold
kämpften allesamt bis zum Umfallen, so dass sie diesen einen Punkt redlich verdient hatten. Juniorenspieler Menje war in der 91. Minute der umjubelte Ausgleichsschütze. Heilsberg hatte nach einer Viertelstunde durch Trapp geführt.“

Am Ende der Saison landeten beide Vereine im Mittelfeld. Concordia belegte Platz 11 mit 34:34 Punkten und 53:50 Toren. Drei Plätze und Punkte besser standen die Heilsberger.

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Seit 2002 leitet Bernd Loebe, der zuvor als Musikredakteur gearbeitet hatte, die Frankfurter Oper.
Ergebnis: fünf Mal zum Opernhaus des Jahres gewählt.
Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD): „Bernd Loebe hat mit der Ermöglichung herausragender Inszenierungen überregional Maßstäbe gesetzt, ohne das Frankfurter Publikum aus den Augen zu verlieren. Er bleibt bis August 2028 Intendant der Oper Frankfurt.“ In dieser Periode steht auch das Neubau Projekt an.

17.12.2020


Spielerkader aktuell:
Fabian Nordholt und Jeyan Akalay wieder am Rosegger, Philipp Koch weg

Am 20. August 2017 verabschiedete sich Fabian Nordholt (27) mit dem Heinz-Blüm-Ehrenpreis als “Man of the Match” bei der TSG Niederrad und einem 3:2-Sieg. Nach Abschluss der Ausbildung in Portugal ist er jetzt zurückgekehrt. Seit 28.Oktober 2020 liegt die Spielberechtigung wieder vor.

Jeyan Akalay (18), torgefährlicher Stürmer unserer A-Junioren-Mannschaft, schloss sich im Juni 2020 dem Hessenligisten FV Bad Vilbel an. Nach einem halben Jahr meldet unser sportlicher Leiter Walter Dorn stolz die Rückkehr unseres Talents.

Auf Philipp Koch hingegen muss Trainer Pascale König in der Kreisliga A, Gruppe 2, zukünftig verzichten. Philipp, ein begeisterter Eintracht-Fan, wechselt mit Freigabe zu seinen Freunden vom FFC Victoria 2012, dem Verein der Aktiven aus der Nordwest-Kurve des Waldstadions. Ein Wiedersehen am Rosegger in der unterbrochenen Meisterschaftsrunde hängt vom Verlauf der Pandemie und dem Re-Start ab.

17.12.2020


Concordias Weihnachts-Lockdown Lektüre Teil 2:
Vierzig Jahre zurück – Die Saison 1980/81

Saison 1980/81

Im siebenten Jahr Frankfurter A-Klasse berichtet die Frankfurter Neue Presse am 18. August 1980 vom Concordia Ziel Titelgewinn, nach Platz 11 in der letzten Saison. Dafür hat man sich gezielt auf dem Spielermarkt umgeschaut. Die Abwehrmänner Gerhard Marienfeld (Oberrad 05) sowie Volkmar Windhorst (SKG Oberhöchstadt) und die Mittelfeldspieler Jürgen Steinmetz sowie Jörg Knappmann (beide SV Blaugelb) sind Verstärkungen. Mit Jörg Bürmann und Andreas Metzler haben Spieler aus der Juniorenmannschaft (bis 21 Jahre) den Sprung in den Kader der ersten Mannschaft geschafft. Eine A-Jugend existiert freilich nicht. Aus seiner langwierigen Knieverletzung kehrt Klaus Drescher wieder zurück zur Mannschaft. Der 1. Vorsitzende Peter Schupp (34) trainiert selbst den vom Hochzeitsurlaub heimkehrenden Torwart Heinz Blüm. Dann übernimmt Günther Lurz, einst Mittelläufer beim FSV Frankfurt, das Amt des Übungsleiters. Ihm geht ein guter Ruf voraus. Er fordert viel und hat Erfolg mit Viktoria Preußen und VfR Bockenheim in der Bezirksliga gehabt.

Zum Saisonauftakt wird die SG Westend am Rosegger 2:0 geschlagen. Adi Novorahdski und Manni Wirschal nutzen nur einen Bruchteil der Concordia-Chancen gegen den fehlerfreien Tormann „Oste“ Westphal. Dann steht die Reise in den Taunus zum Aufsteiger FV Stierstadt an. Unsere Führung durch Wirschal mit im Nachschuss verwandeltem Foulelfmeter hält nur bis zur 86. Spielminute. Zwei Minuten später trifft der gewichtige Concordia-Torjäger erneut, doch der Schiedsrichter gibt aus unverständlichen Gründen das Siegtor nicht.
Mit dem 4:2-Heimsieg über Blaugold ist Concordia am 31. August Tabellenführer. Das 0:0 beim Tabellendritten SC Weißblau am 7. Dezember reicht der Mannschaft mit

Blüm
Walther, Marienfeld, Drescher, Windhorst
Steinmetz, Knappmann, Novohradski
Vehling, Wirschal und Sadaqi
(Bank: Fußmann)


um an der Weihnachtsfeier mit 25:9 Punkten und 33:17 Toren Spitzenreiter im 18er Feld zu sein.

Der Auftakt nach der Winterpause gelingt sensationell: Fünf Siege ohne Gegentor. (6:0 gegen SV Niederursel, 4:0 bei Westend, 2:0 in Seckbach, 3:0 gegen Union Niederrad und 1:0 in Bonames). Am 29. März 1981 sind dann nach den Berichten der Taunuszeitung und des Sportkurier gut 500 Zuschauer in Weißkirchen beim Aufeinandertreffen der Meisterschaftsfavoriten. Der FCW ist mit 35:11 Punkten und 68:34 Toren Zweiter hinter der Concordia mit 35:9 Punkten und 50:18 Toren. Und die Masse der Zuschauer zieht nach dem 1:1 (unser Torschütze Novohradski) enttäuscht ab. Der 1:1-Ausgleich ist das erste Gegentor seit dem 15. Spieltag am 23. November für unser Team mit

Blüm
Fußmann, Marienfeld, Drescher, Windhorst
Steinmetz, Knappmann, Walther
Novohradski, Wirschal und Sadaqi.
(Bank: Vehling und Schumacher)


Es folgen sechs Siege, ein Remis und eine Niederlage. (4:1 gegen Sportfreunde, 3:1 in Oberhöchstadt, 0:0 gegen SKG, 3:1 bei Blaugold, 6:0 bei TSG 51, 3:1 gegen Eintracht Oberursel, 1:3 bei TuS Makkabi und 4:1 bei DJK Bad Homburg). Am 24. Mai 1981 lautet die Überschrift „Concordia ist Meister“ – 3:2 gegen EFC Kronberg auf dem Hartplatz in einem dramatischen Endspurt nach 1:2 Pausenrückstand durch Tore von Drescher (85.) und Sadaqi (88.). Das letzte Punktspiel findet auf dem Rasenplatz am Rosegger gegen den Tabellenvierten SC Weißblau statt und wird glücklich mit 4:3 gewonnen. Es ist amtlich: Meister Concordia mit 54:14 Punkten und 81:31 Toren vor FC Weißkirchen 47:21 Punkte und 92:51 Toren. Das große Ziel „Aufstieg zur Fußball-Bezirksliga“ ist geschafft.

Aufstieg_1981

Von Trainer Günther Lurz trennt sich die Concordia nach nur einer Saison. Sein Erfolgsrezept ist Kondition und gradliniges Spiel, er predigt das „Füreinandereinstehen“, die Stärke des Kollektivs.

12.12.2020