Concordias Weihnachts-Lockdown Lektüre Teil 2:Vierzig Jahre zurück – Die Saison 1980/81

Saison 1980/81

Im siebenten Jahr Frankfurter A-Klasse berichtet die Frankfurter Neue Presse am 18. August 1980 vom Concordia Ziel Titelgewinn, nach Platz 11 in der letzten Saison. Dafür hat man sich gezielt auf dem Spielermarkt umgeschaut. Die Abwehrmänner Gerhard Marienfeld (Oberrad 05) sowie Volkmar Windhorst (SKG Oberhöchstadt) und die Mittelfeldspieler Jürgen Steinmetz sowie Jörg Knappmann (beide SV Blaugelb) sind Verstärkungen. Mit Jörg Bürmann und Andreas Metzler haben Spieler aus der Juniorenmannschaft (bis 21 Jahre) den Sprung in den Kader der ersten Mannschaft geschafft. Eine A-Jugend existiert freilich nicht. Aus seiner langwierigen Knieverletzung kehrt Klaus Drescher wieder zurück zur Mannschaft. Der 1. Vorsitzende Peter Schupp (34) trainiert selbst den vom Hochzeitsurlaub heimkehrenden Torwart Heinz Blüm. Dann übernimmt Günther Lurz, einst Mittelläufer beim FSV Frankfurt, das Amt des Übungsleiters. Ihm geht ein guter Ruf voraus. Er fordert viel und hat Erfolg mit Viktoria Preußen und VfR Bockenheim in der Bezirksliga gehabt.

Zum Saisonauftakt wird die SG Westend am Rosegger 2:0 geschlagen. Adi Novorahdski und Manni Wirschal nutzen nur einen Bruchteil der Concordia-Chancen gegen den fehlerfreien Tormann „Oste“ Westphal. Dann steht die Reise in den Taunus zum Aufsteiger FV Stierstadt an. Unsere Führung durch Wirschal mit im Nachschuss verwandeltem Foulelfmeter hält nur bis zur 86. Spielminute. Zwei Minuten später trifft der gewichtige Concordia-Torjäger erneut, doch der Schiedsrichter gibt aus unverständlichen Gründen das Siegtor nicht.
Mit dem 4:2-Heimsieg über Blaugold ist Concordia am 31. August Tabellenführer. Das 0:0 beim Tabellendritten SC Weißblau am 7. Dezember reicht der Mannschaft mit

Blüm
Walther, Marienfeld, Drescher, Windhorst
Steinmetz, Knappmann, Novohradski
Vehling, Wirschal und Sadaqi
(Bank: Fußmann)


um an der Weihnachtsfeier mit 25:9 Punkten und 33:17 Toren Spitzenreiter im 18er Feld zu sein.

Der Auftakt nach der Winterpause gelingt sensationell: Fünf Siege ohne Gegentor. (6:0 gegen SV Niederursel, 4:0 bei Westend, 2:0 in Seckbach, 3:0 gegen Union Niederrad und 1:0 in Bonames). Am 29. März 1981 sind dann nach den Berichten der Taunuszeitung und des Sportkurier gut 500 Zuschauer in Weißkirchen beim Aufeinandertreffen der Meisterschaftsfavoriten. Der FCW ist mit 35:11 Punkten und 68:34 Toren Zweiter hinter der Concordia mit 35:9 Punkten und 50:18 Toren. Und die Masse der Zuschauer zieht nach dem 1:1 (unser Torschütze Novohradski) enttäuscht ab. Der 1:1-Ausgleich ist das erste Gegentor seit dem 15. Spieltag am 23. November für unser Team mit

Blüm
Fußmann, Marienfeld, Drescher, Windhorst
Steinmetz, Knappmann, Walther
Novohradski, Wirschal und Sadaqi.
(Bank: Vehling und Schumacher)


Es folgen sechs Siege, ein Remis und eine Niederlage. (4:1 gegen Sportfreunde, 3:1 in Oberhöchstadt, 0:0 gegen SKG, 3:1 bei Blaugold, 6:0 bei TSG 51, 3:1 gegen Eintracht Oberursel, 1:3 bei TuS Makkabi und 4:1 bei DJK Bad Homburg). Am 24. Mai 1981 lautet die Überschrift „Concordia ist Meister“ – 3:2 gegen EFC Kronberg auf dem Hartplatz in einem dramatischen Endspurt nach 1:2 Pausenrückstand durch Tore von Drescher (85.) und Sadaqi (88.). Das letzte Punktspiel findet auf dem Rasenplatz am Rosegger gegen den Tabellenvierten SC Weißblau statt und wird glücklich mit 4:3 gewonnen. Es ist amtlich: Meister Concordia mit 54:14 Punkten und 81:31 Toren vor FC Weißkirchen 47:21 Punkte und 92:51 Toren. Das große Ziel „Aufstieg zur Fußball-Bezirksliga“ ist geschafft.

Aufstieg_1981

Von Trainer Günther Lurz trennt sich die Concordia nach nur einer Saison. Sein Erfolgsrezept ist Kondition und gradliniges Spiel, er predigt das „Füreinandereinstehen“, die Stärke des Kollektivs.

12.12.2020