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FC Posavina – Concordia 3:0 (1:0)

KOL Frankfurt
15. Dezember 2019
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Von Martin Gutmann
“Manchmal ist mir, als hätte man uns in einen Film gesperrt. Wir kennen unseren Text und wissen, wo wir gehen und stehen sollen. Es gibt keine Kamera. Aber wir können nicht mehr raus. Und es ist ein schlechter Film”. Dies schrieb Charles Bukowski, quasi die brutalst mögliche Realitätserkennung, die man lesend bekommen kann. Natürlich wäre es höchst unfair, die Leistung unserer Mannschaft mit Bukowski zu beschreiben.
Nach dem tollen Hinspiel in der letzten Woche gegen den gleichen Gegner hatten sich zahlreiche Unterstützer auf den Weg nach Bergen gemacht – und  wurden brutal enttäuscht. In der ersten Hälfte hatte Concordias “Man of the Match” Sebastian Kaminski gleich zu Beginn nach einer Ecke eine gute Möglichkeit, köpfte jedoch drüber. Danach ergab sich gegen kämpferische, aber limitierte Gastgeber ein Spiel ohne nennenswerte Ereignisse, bis uns Kapitän Piljic mit einem Schuss nach in den Rückraum gespielter Ecke unsanft aus allen Träumen riss (21.). Natürlich hätte man das Gegentor leicht verhindern können, dabei aber eventuell einen Ball abbekommen. Und genau das war unser Problem. Zu wenig Einsatz, keine Sprints in die Tiefe, viel zu zaghaftes Auftreten. Noch zwei ordentliche Spielzüge brachten wir zusammen, als Ave Ringheim und Richi Sieber sich außen durchsetzten und nach innen gaben, doch beide Gelegenheiten wurden unkonzentriert vergeben.
In der zeiten Hälfte wurde es gegen nun sehr defensive Hausherren nicht besser, bis in der 60. Minute Simon Kramer auf halb rechts freigespielt wurde, aber am starken Torhüter scheiterte. Dann flog Benni Kress wohl zu Unrecht vom Feld, weil er, weit aus dem Tor geeilt, zu spät kommend, vom Stürmer den Ball erst an die Hüfte und von dort an die Hand gespitzelt bekam (68.). Handspiel ausserhalb des Strafraums, Rot. Kurze Zeit später führten die Hausherren einen Freistoß schnell aus und sechs Concorden ließen Per Bosniak frei aus fünf Metern einköpfen: 2:0, (80.). Bitteschön, dankeschön. “In Unterzahl schläfrig gewesen und allen Kampf zunichte gemacht” könnte ein Fazit lauten, aber erst fingen wir uns noch einen Konter zum 3:0 (90.). Bukowski? Würde vielleicht anmerken: “Die Zahl unserer Abende ist begrenzt und mit jedem verplemperten Abend versündigt man sich grausam am einzigen Leben, das man hat”. Trainer und Betreuer blieben völlig ratlos zurück. Erklären kann man jedes Spiel, aber einen derartigen Leistungsabfall innerhalb einer Woche anzusehen ist schmerzhaft. Und weil jetzt eine Überleitung zur Weihnachtsfeier am kommenden Freitag nötig ist, darf Bukowski nochmal ran: “Das Leben ist eine Illusion, hervorgerufen durch Alkoholmangel”. Und das muss für heute reichen…

FG Seckbach II – Concordia II 2:3 (2:0)
Kreisliga A Frankfurt Gruppe zwei
15. Dezember 2019

Es läuft die Schlussphase auf dem Kunstrasen der vorbildlichen Sportanlage des Gruppenligisten. Die Einheimischen haben eine 2:0-Führung durch Felix Flüs (25. und 44.) vorgelegt und unsere „Krokodile“ sind nach dem Anschlusstreffer von Routinier Ji Bouasla in der 57. Minute drauf und dran, den Ausgleich zu erzwingen. Auf der Concordia-Bank werden die noch zur Verfügung stehenden Minuten durchgegeben. Der verletzte Abwehrchef Jonas Peter will den Ausgleichstreffer erst in der letzten Minute erleben, um den Punkt möglichst sicher zu haben. Doch es kommt ganz anders. Concordia drückt mit der gesamten Mannschaft die den Sieg vor Augen habenden Gastgeber zurück. Wir schreiben die 87. Spielminute: Der Ball kommt auf die rechte Seite, scharfe Hereingabe, misslungener Abwehrschlag des Seckbachers Sumanariu und 2:2-Ausgleich. Jetzt nur nicht nachlassen. Die Gastgeber sind konsterniert. Zwei Minuten Nachspielzeit und die Mannschaft von Coach Pascale König wittert sogar die Siegchance. Und Louis Haarhaus wird zum Spieltagsbesten. Er kommt rund 22 Meter vor dem Seckbacher Tor an die aufspringende Kugel und hämmert sie unhaltbar für den Schlussmann zum 3:2 unter die Latte ins Netz (90.+1) – ein sehenswerter Treffer und totale Freude. Die Siegermannschaft mit vielen jungen Spielern aus dem Nachwuchs hat sich die Punkte 20, 21 und 22 und ein Sonderlob zum Jahresabschluss mit ihrem Auftritt redlich verdient. rw

Concordia II: Jeglinger, Vanselow, Geiger, Reichle, Vock, Kracke (67. Eichler), Schestag, Haarhaus, Bouasla (83. Evans), Pusic, De Oliveira.


Zum Abschluss zwei hohe Rückspiel-Hürden

FC Posavina – Concordia
Sonntag, 15. Dezember 2019 (14.30 Uhr), Am Landgraben (Bergen)
Kreisoberliga  Frankfurt

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Posavina-Trainer Pero Bosnjak und sein Kapitän Stijepan Piljuc sind nach der 2:4-Niederlage am Rosegger nicht sicher, ob die Concordia das FCP-System geknackt hat oder an diesem Tag einfach über sich hinaus gewachsen ist. Denn vor einem Jahr wurden unsere Jungs kurzer Hand mit 6:1 vom Platz gefegt. Und auch davor gab es noch im Riederwald einen 1:0-Heimdreier für Posavina. Die aktuelle Heimbilanz der Gastgeber beinhaltet fünf Siege, zwei Remis und zwei Niederlagen.

Der letzte Auswärtssieg der Mannschaft von Concordia-Coach Roland Stipp bei Posavina datiert vom 28. August 2016. Bei 36 Grad schossen Ricardo Harrabi, Fabio Comes und Joscha Löbig im Riederwald die Krokodile an die Tabellenspitze der Kreisoberliga. Aktuell liegt unser Team mit 24 Punkten auf dem zehnten Platz fünf Punkte hinter dem Sechsten FC Posavina. Mit sieben Punkten aus den letzten drei Spielen und einer positiven Auswärtsbilanz (4/1/3) ist vielleicht etwas drin. Insbesondere dann, wenn die Leistung in der Defensive wie im bisherigen Saisonverlauf stimmt. 20:11 lautet das sehr gute Torverhältnis bei unseren Gastspielen.
Schiedsrichter: Mourad L’Madaghri.

FG Seckbach II – Concordia II
Sonntag, 15. Dezember 2019 (12.15 Uhr), Hochstädter Straße
Kreisliga A Gruppe 2

Die Seckbacher als Elfter könnten mit einem Revanche-Sieg wieder vor unsere Zweitvertretung kommen. Beide Teams sind mit 19 Zählern im Tableau gebucht. In gemeinsamen B-Liga-Zeiten setzte es drei knappe Niederlagen für unsere Spieler: Mit 3:2 (2016), 1:0 (2013) und 2:1 (2012) blieben alle Punkte am Seckbacher Sausee.
Schiedsrichter: Gerold Presl.


Concordia – FC Posavina 4:2 (2:0)

8. Dezember 2019
Kreisoberliga Frankfurt

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Von Martin Gutmann

Der chinesische Dichter Du Fu (Tang Dynastie, um 700 n. Chr.) erklärt es uns mit einfachen Worten: „Das Reich ist zerstört, doch Fluss und Berge existieren weiter.“ Alles nicht so wichtig zu nehmen, ist also stets ein kluger Rat. Und doch sind manche Ereignisse (im kleinen Rahmen) für den Fortgang einer Geschichte (Spielzeit) wegweisend:

Es gibt Spiele unserer Mannschaft, die man einfach gesehen haben muss. Manchmal hat man ja dieses Gefühl, als ob die Spieler nicht denken würden, sondern einfach zusammen abrufen, was Woche für Woche trainiert wird. Dabei ensteht dann eine Dynamik, die absolut mitreißend ist. Einen solchen Tag erwischten gestern unsere Jungs. Es war sofort Leben auf dem Platz, der Aufbau saß, der Gegner orientierte sich an unseren Spielern. Und dann lagen wir auf einmal vorne, nach einer Ecke. Adi Mohr hatte sie getreten, Sebi Kaminski artistisch eingenickt. 1:0, siebte Spielminute. Und in der Folge zeigten die Concordia ihre ganze Klasse. Adi Mohr legte Sturmtank Drago Budimir ein blitzsauberes Tor auf, doch Schiedsrichter Seewald erkannte eine Abseitsstellung (12.). Kevin Jaeger knallte den Ball aus zehn Metern an die Latte und revolutionierte damit die Standards in der Materialtestung hohlwändiger Aluminiumstangen (15.). Richard Sieber setzte sich auf der Grundlinie durch und spielte Metin Cosgun frei, der am Fünfer den Ball nicht richtig traf (29.). Budimir scheiterte mit seinem präzisen Kopfball am tollen Torhüter unserer Gäste (35.). Unsere Abwehr stand dabei „bombensicher“ und ließ eigentlich gelegentlich mal einen Weitschuß zu. Benny Kress entschärfte das Wenige, das auf sein Tor kam. Und dann kam der Moment, als den Kroaten klar wurde, wie schwer das bei der Concordia werden kann. Adi Mohr spielte Joscha Stein genau in den Lauf und der traf aus gut 25 Metern mit selten gesehener Wucht zum 2:0 in den Winkel (41.).

Wer jetzt an ein Aufbäumen der um ihre letzte Aufstiegschance kämpfenden Kroaten dachte, sah sich schnell eines Besseren belehrt. Die Concordia machte auch in der zweiten Hälfte Druck und kam zu großen Möglichkeiten. Zunächst wurde Joscha Stein halbrechts im Strafraum freigespielt und verzog nur knapp (50.). Danach drang Budimir in den Strafraum ein, legte den Ball am Verteidiger vorbei und wurde übelst umgeholzt (55.). Doch Schiedsrichter Seewald hatte auch in der Nachbetrachtung „keine Berührung“ gesehen und ließ weiter laufen. In der 60. Minute schließlich kam Adi Mohr auf rechts durch, passte scharf auf Budimir, der aus kurzer Distanz zum wichtigen 3:0 einschob. Quasi im Gegenzug gab es einen fragwürdigen Freistoß aus 18 Metern und der letztjährige Hessenligaspieler aus Bad Vilbel, Kristian Pejic, verwandelte mit Hilfe von Richard Siebers Abfälschung (63.). Kaum eine Minute später hieß es nur noch 2:3 (62.), weil Kristian Pejic wieder schoß und der Ball unglücklich abgefälscht wurde. In der Folge war es hektisch auf dem Platz, Posavina machte Druck, kam jedoch kaum zu Chancen. Mit großem Willen und jeder Menge Kampfgeist wurde der Vorsprung gehalten, das Glück gezwungen oder auch der Bock umgestoßen. Als in der Nachspielzeit schließlich Richard Sieber den Ball Mitte der eigenen Hälfte aufnahm, die Linie herunter rannte, sich gegen drei Mann bis auf die Grundlinie durchsetzte und Kevin Jaeger das 4:2 servierte, brach sich großer Jubel Bahn. Den „Heinz Blüm-Ehrenpreis“ an den besten Spieler vergab zunächst Trainer Roland Stipp spontan an “Joscha Müller”, ehe Kenan Kovacevic sein Veto einlegte und Richard Sieber zum alleinigen Sieger erklärte. Adi Mohr hatte die ersten drei Treffer vorgelegt und Kevin Jaeger sein erstes Tor für die Concordia erzielt. Die Zuschauer jedoch hatten ein ganz eigenes Gefühl und vergaben an gleich sieben Spieler die gleiche Stimmanzahl. Glückwunsch also an die Mannschaft. Und das muss für heute reichen…

Concordia: Kress, R. Sieber, Kaminski, Kovacevic, Ilcken, Stein (Plöns), Müller, Cosgun, Mohr (Ringheim), Budimir (Kramer), Jäger. – Bank: Pereira, Kvaratskhelia, Jeglinger. – Trainer: Roland Stipp. – Tore: 1:0 Kaminski (7.), 2:0 Stein (41.), 3:0 Budimir (61.), 3:1 und 3:2 Pejic (64./65.), 4:2 Jäger (90.+2).

 

Concordia II – FG Seckbach II 3:1 (1:0)
Kreisliga A (Gruppe 2)

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Mit zwei Topspielern des spielfreien Gruppenligadritten reisten die Gäste selbstbewusst an den Rosegger. Doch sie trafen völlig unerwartet auf ein Concordia-Team, das seit langer Zeit die beste Leistung abrief. Beflügelt durch das 1:0 von Debütant Tim Knapp (siehe Foto), der nach einer Ecke den Braten roch und  am richtigen Ort stand (16.), boten alle Spieler eine tadellose  Einstellung, Laufleistung und Hilfestellung für den Mitspieler. Hinzu kam die fabelhafte Form von Felix Jeglinger als Spieltagsbestem im Kasten, die selbst die Seckbacher Verantwortlichen beeindruckte. Auch im zweiten Durchgang wurde hohes Tempo gegangen. Mirco Pusic, gerade erst aus unserer A-Jugend aufgerückt, war es, der wieder nach einer Ecke den richtigen Riecher hatte und zum 2:0 (76.) eindrückte. Nur vier Minuten später keimte wieder Hoffnung bei der FGS, als unser Schlussmann doch geschlagen war. Die Entscheidung brachte ein vorbildlicher Konter. Nachwuchsspieler Bene Borchert stürmte auf das Tor, zog ab und den vom Torwart abprallenden Ball versenkte Louis Haarhaus mit seinem zehnten Saisontor gnadenlos zum 3:1 (88.). Das war der Sieg, der entsprechend gefeiert wurde. rw

Concordia II: Jeglinger – Jurkic (46. Kracke), M. Sieber, Vock, Schestag, Grötzki, Haarhaus, Borchert (90 +1 Evans), Knapp, Pusic, De Oliveira (75. Bouasla). – Tore: 1:0 Tim Knapp (16.), 2:0 Mirko Pusic (76.), 2:1 Coemertpay (80.), 3:1 Louis Haarhaus (90.+1).

 


Die letzten Heimspiele 2019

Concordia – FC Posavina
Sonntag, 8. Dezember 2019 (14.30 Uhr), Rosegger
Kreisoberliga Frankfurt

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Jahreskehraus am Rosegger: Die starken Spieler des FC Posavina (29 Punkte) haben nach drei Siegen in Folge letzten Sonntag mit 1:3 beim FV Hausen verloren und liegen mit satten elf Punkten Rückstand hinter dem Relegationsplatz auf Rang sechs. Das soll aber nicht heißen, dass die Mannschaft ohne Ehrgeiz an die Eschersheimer Landstraße kommt. Gerade die körperliche Präsenz (53 Gelbe Karten) gepaart mit Routine aus höheren Ligen gibt oft den entscheidenden Ausschlag für die Männer vom Balkan. Drazen Vinkovic hat elf Buden gemacht. In neun Spielen in der Fremde wurden vier Dreier geholt. Der letzte Sieg (3:1) am Rosegger datiert vom 5. März 2017.

Mit dem zweiten Heimsieg, dem 3:1 gegen Schlusslicht TSG Nieder-Erlenbach, hat die Mannschaft von Trainer Roland Stipp mit 21 Punkten und 37:40 Toren den elften Tabellenplatz erreicht. Der kleine Vorsprung auf die abstiegsgefährdeten Plätze soll gewahrt werden. Metin Cosgun und Dragan Budimir haben je fünfmal getroffen. Im April dieses  Jahres konnte Erik Eichler mit einem Traumtor aus zwanzig Metern in der 90. Minute  noch zum 3:3 ausgleichen. Mit zwei verwandelten Elfmetern war Andi Pannek der Concordia-Held beim 2:1 im September 2017. Es ist bis heute der einzige Heimsieg gegen Posavina. rw
Schiedsrichter: Andreas Seewald.

Concordia II – FG Seckbach II
Kreisliga A Gruppe 2 (12.30 Uhr)

Die Zweitvertretung des Gruppenligisten (10. Platz, 19 Punkte) liegt in Reichweite unserer Mannschaft (12. Platz, 16 Punkte). Die Gäste mit ihrem Torjäger Wilhelm Menning (10 Treffer) haben vier Auswärtssiege auf ihrem Konto. Demgegenüber hofft die Concordia auf den Einsatz ihres besten Schützen Louis Haarhaus (9). Im zehnten Heimspiel soll die magere Ausbeute von sieben Zählern aufgestockt werden. Zwischen 2011 und 2015 trafen die Seckbacher viermal in der B-Liga auf die „Krokodile“. Die ersten beiden Spiele endeten 1:1, dann setzten sich die Gäste zweimal mit 1:0 durch. rw
Schiedsrichter: Ismayil Özer.

Tipp: Wir empfehlen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, da wegen des Weihnachtsbaum-Verkaufs nur beschränkt Parkplätze zur Verfügung stehen.


Concordia ­– TSG Nieder-Erlenbach 3:1 (1:1)

Kreisoberliga Frankfurt
1. Dezember 2019
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Von Martin Gutmann

„Gehe nicht dahin, wo der Puck ist, gehe dahin, wo der Puck sein wird“, riet einst der beste Eishockeyspieler der Welt, Wayne Gretzky. Genauso kalt wie auf dem Eis war es am Rosegger, als Schiedsrichter Savas Satilmis das Spiel gegen die TSG Nieder-Erlenbach anpfiff und zunächst boten beide Mannschaften nichts an, dass die tiefgekühlte Zuschauerseele hätte erwärmen können. Die Concordia war bemüht, aber gegen bereits in der ersten Minute auf Zeit spielende, tief stehende Gäste sprangen kaum nennenswerte Torchancen heraus. Als nach zwanzig Minuten Kenan Kovacevic unglücklich einen langen Ball mit dem Kopf auf den allerdings weit im Abseits stehenden Zarbatan Abdullah verlängerte und dieser frei vorm Tor zur Gästeführung vollendete, schwante den Concorden nichts Gutes. Kaum fünf Minuten später traf Pablo Pereira im eigenen Sechzehner den agilen Abdullah am Fuß, doch Schiedsrichter Satilmis verweigerte den durchaus möglichen Elfmeter. Es wäre der dritte von Pereira verursachte Strafstoss in Folge gewesen, allerdings der erste, den man hätte pfeifen dürfen. Tormöglichkeiten erspielte sich die Concordia auch im restlichen Verlauf der ersten Hälfte zu selten und als bereits in der Nachspielzeit Metin Cosgun im Sechzehner gefoult wurde und Saba Kvaratskhelia den Strafstoß zum 1:1 verwandelte, war durchaus etwas glücklich.

Die zweite Hälfte begann mit deutlich mehr Engagement und Biss und dem wichtigen und wuchtig per Kopf erzielten 2:1 (54.) durch Benni Tesar nach Ecke Kvaratskhelia. Der Laufweg unseres Innenverteidigers hätte den großen Eishockeystar jauchzen lassen. Die Concordia konnte nun endlich aus ihrer spielerischen Überlegenheit heraus auch Torchancen kreieren und das lästige Zeitspiel der Gäste wich hektischer Betriebsamkeit. Das Spiel wurde insgesamt etwas ansehnlicher und als der eingewechselte Joris Plöns, der das Spiel deutlich belebte, gefühlvoll auf Ave Ringheim flankte und dieser per Kopf zum 3:1 (76.) einnickte, war die Sache gelaufen. „Verdient schon, allerdings mit diskutabler Leistung“, fasste Trainer Roland Stipp das Geschehen zusammen und lobt ausdrücklich Ersatzkeeper Felix Jeglinger, der eine abgebrühte, überzeugende Leistung bot – und deshalb von den Zuschauern auch den „Heinz-Blüm-Ehrenpreis“ für den besten Concorden erhielt. „Der Sieger hat viele Freunde, der Besiegte hat gute Freunde“, sagt ein altes mongolisches Sprichwort und so stellt sich die Concordiafamilie auf zwei wegweisende und ganz bestimmt aufreibende Spiele gegen Posavina ein. Und das muss für heute reichen…

Concordia: Jeglinger, Pereira, Tesar, Kovacevic, M. Sieber, Kvaratskhelia (Plöns), Müller, Stein, R. Sieber (Mohr), Cosgun (Budimir), Ringheim. Bank: Kramer. Trainer: Stipp.

Concordia II – TV Preungesheim 1:2 (0:2)
Kreisliga A Gruppe 2

Das Team von Trainer Christian Ehmes, der auf Jonas Peter verzichten musste – für ihn spielte Debütant Philipp Reichle den Abwehrchef – bestätigt den Formanstieg. Doch trotz der hervorragenden Leistung des jungen Torwarts Conrad Hilbrig reicht es am Ende nicht zum Punktgewinn gegen den spielstarken Tabellenvierten aus Preungesheim. Dessen Stürmer Halici schoss den TVP schon in der zwölften Minute in Führung, die Vereinsrekordschütze Naser mit seinem 17. Saisontreffer eine Minute vor dem Pausenpfiff auf 2:0 ausbaute. Erik Eichler sorgte mit seinem Anschlusstor nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff für Spannung. Pech jedoch für unser Team, dass zuvor Louis Haarhaus verletzt ausgetauscht werden musste. Für ihn kam Eigengewächs Benedikt Borchert aufs Feld. In der sehr fairen Partie konnte Karl Lieder (Freigericht) den Gelben Karton in seiner Schiri-Kluft stecken lassen.

Concordia II: Hilbrich – Jurkic, Geiger (46. Janicke), Reichle, Vock (K), Kracke, Eichler, Grötzki, Haarhaus (47. Borchert), Bouasla (70. De Oliveira), Pusic. Bank: Kharbouch


Die leichte Schulter und das schwere Restprogramm

Concordia – TSG Nieder-Erlenbach
Sonntag, 1. Dezember 2019 (14.30 Uhr), Rosegger
Kreisoberliga

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Der Gruppenligaabsteiger steht mit nur vier Punkten aus den Heimspielen im September gegen FC Croatia (3:1) und Viktoria Preußen (1:1) vor dem Absturz in die Kreisliga A. Es wäre nach den Abstiegen mit dem SV Heddernheim und dem SV Blau Gelb der dritte gescheiterte Klassenerhaltskampf für TSG-Trainer Andreas Ludwig. Die letzten acht Meisterschaftsspiele hat das Nieder-Erlenbacher Ensemble verloren. 53 Tore quittierten die TSG-Keeper in den bisherigen acht Auswärtsspielen. Bester Schütze ist Zarbatan Abdullah mit für ein abgeschlagenes Schlusslicht beachtlichen acht Treffern.
Der letzte Concordia-Sieg gelang am 6. Oktober (1:0 beim FC Croatia). Mit einer Serie von fünf Niederlagen und zwei Unentschieden stürzten die Stipp-Schützlinge von Platz sieben auf zwölf und benötigen bei 18 Punkten dringend einen Dreier, um nicht auf einem Abstiegsplatz zu überwintern. Denn es stehen dann nur noch die Hin- und Rückspiele gegen den Sechsten FC Posavina an, während die Abstiegsrivalen SV Heddernheim (15) und Spvgg. Griesheim (17) je zweimal gegen Nieder-Erlenbach respektive den Vorletzten Griesheim Tarik (12) punkten könnten. Das mit großem Einsatz und Willen geholte 1:1 bei der starken Elf von Türkgücü hat gezeigt, dass es noch geht. Wenn die Concordia-Akteure die Gäste aus Frankfurts Norden nicht auf die leichte Schulter nehmen und mit der gleichen Wettkampf-Einstellung wie im mit 6:2 gewonnenen Hinspiel auflaufen, könnte endlich der zweite Heimsieg in der zehnten Begegnung auf dem Rosegger gefeiert werden.
Das letzte KOL-Aufeinandertreffen auf unserem Platz fand am 25. Mai 2014 statt. Durch Tore unserer Eigengewächse Louis Haarhaus und Jonas Schlevogt holten wir gegen den feststehenden Meister zwar ein 2:2, mussten dann aber doch als Viertletzter mit 36 Punkten den bitteren Weg in die Kreisliga A antreten. rw
Schiedsrichter: Savas Satilmis.

Concordia II – TV Preungesheim
Kreisliga A Gruppe zwei  (12.30 Uhr)

Der Aufsteiger ist mit 34 Punkten Vierter und aussichtsreich im Rennen um den Aufstieg in die KOL. Sharafudin Naser ist mit 16 Treffern der mannschaftsinterne Schützenkönig. Die  Auswärtsbilanz ist fast makellos: Sieben Siege, ein Remis und 48:5 Tore. Im Hinspiel wurden unsere „Krokodile“ mit 8:1 gefressen. Erik Eichler gelang nur der Ehrentreffer. Es wartet eine verdammt schwierige Prüfung auf unsere Zweitvertretung, um die Heimbilanz (zwei Siege, ein Remis) im neunten Spiel aufzubessern. rw
Schiedsrichter: Karl Lieder.


Türkgücü – Concordia 1:1 (0:1)

Kreisoberliga Frankfurt
24. November 2019

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Ein grundlegendes Merkmal des Universums ist es, stets für Überraschungen zu sorgen. So schauten die friedlich vor sich hin grasenden Triceratops-Herden (wahrscheinlich) ziemlich überrascht, als vor 68 Millionen Jahren ein etwa 15 Km dicker Felsbrocken mit 25.000 Stundenkilometern kurz vor Yucatan einschlug. So schauten auch die Trojaner (wahrscheinlich) zumindest leicht konsterniert, als sich an der Unterseite des heidnischen Holzpferds auf einmal eine Tür öffnete und die herausströmenden griechischen Eroberer kurzen Prozess mit den Einheimischen machten. Und auch die Unterstützerschar des in den vergangenen Wochen mit Niederlagen geradezu überhäuften Concordia-Ensembles staunten nicht schlecht, wie sich Ihre Mannschaft beim Aufstiegsanwärter Türkgücü präsentierte:

Der wirklich große, tiefe und zerfurchte Rasen im Westend-Stadion lieferte die passende Kulisse für ein Fußballspiel, dass auch aufgrund des holprigen Geläufs für einige Überraschungen gut war. In den ersten 15 Minuten zeigte Türkgücü seine ganze Klasse, drückte und erspielte sich über unsere rechte Abwehrseite diverse hochkarätige Torchancen. Unser Schlussmann Benni Kress aber erwischte einen sensationellen Tag und parierte gegen Baris Odabas (3., 7. und 10. Minute) und gegen Emin Yalin (12. und 20.) aus teilweise kürzester Distanz. Die Starspieler der Gastgeber waren dermaßen genervt von unserem Torhüter, das Emin Yalin den an ihm selbst verursachten zweifelhaften Elfmeter gleich ganz am Tor vorbei schoss (17.) – der „Heinz Blüm-Ehrenpreis“ für den besten Concordia-Spieler des Tages ging schon zu diesem Zeitpunkt klar an unseren Torhüter. Doch nach überstandenem Anfangsdruck schüttelte sich unsere Mannschaft und begann, selbst nach vorne zu spielen. Dabei tat sich „Captain America“ Ave Ringheim hervor, der vorne unermüdlich ackerte und einige schwierige Bälle festmachen konnte. Lediglich der oft zu unsaubere „letzte Pass“ stand einer früheren Führung zunächst im Weg. Kurz vor der Halbzeit schickte schließlich Benni Tesar mit einem eingeflogenen Hackenpass (war das Eintrittsgeld schon wert) Ave Ringheim, der den langen Weg über Außen ging, zwei Gegenspieler vernaschte und scharf nach innen gab. Dort verpasste der mitgegangene Tesar kurz, am langen Pfosten aber wartete der erstmals als Stürmer aufgebotene Metin Cosgun und erzielte seinen bereits fünften Saisontreffer (40.).

Die zweite Hälfte begann mit wütenden Türkgücü-Angriffen und aufopferungsvoll kämpfenden Concorden. Richtig klare Chancen blieben zunächst Mangelware, doch als Emin Yalin 22 Meter vor dem Tor gefoult wurde, jubelten die Gastgeber über den Pfiff genauso, wie sie wohl über einen Elfmeter erfreut gewesen wären. Mit dieser Überzeugung verwandelte Yalin dann auch diesen Freistoß zum 1:1 (60.). Immer dunkler wurde es gegen Ende des Spiels und Benny Kress konnte sich noch zweimal gegen Baris Odabas auszeichnen, ehe Schiedsrichter Hofmann einen glücklichen, aber auch verdienten Punkt durch Abpfiff bestätigte.

Der ewig überraschte Chronist zollt einer überragend kämpfenden Mannschaft Respekt und auch die Trainer sowie der Präsident waren voll des Lobes. „Stets findet Überraschung statt, da wo man’s nicht erwartet hat“, sagt Wilhelm Busch und Hans Meyer, uriger Ex-Bundesligacoach, beendet die Diskussion: „Ich kann gar nicht alt genug werden, um alle Überraschungen, die der Fußball parat hat, verkraften zu können.“ Und das muss für heute reichen….

Concordia: Kress, Pereira, Schönle, Kovacevic, Ilcken, R. Sieber, Stein (80. Cosgun), Tesar (70. Kvaratshkhelia), Müller, Ringheim (58. Budimir), Cosgun (58. Brendel). – Bank: Kramer. – Trainer: Roland Stipp.

 

Germania 94 – Concordia II 2:1 (0:1)
Kreisliga A (Gruppe 2)

Die „94er“ spekulieren noch, mit ins Aufstiegsrennen eingreifen zu können. Und sie mussten lange bangen, um die vor dem Anpfiff schon sicher verbuchten Punkte auch tatsächlich gutgeschrieben zu bekommen. Denn unsere Zweitvertretung war gut in die Partie gestartet und Routinier Ji Bouasla gelang nach nur sieben Spielminuten das 1:0. Damit ließ es sich natürlich noch besser spielen, obgleich Trainer Christian Ehmes auf seinen Torjäger Louis Haarhaus und Zulieferer Paul Grötzki sowie Abwehrchef Jonas Peter und den verletzten Linksverteidiger „Pasi“ Stölze verzichten musste. In den zweiten 45 Minuten musste auch Kapitän Sebastian Vock vom Feld. Für ihn kam Dylan Evans. Jetzt steigerten sich die Gastgeber und setzten  die Concordia-Defensive unter Druck. Torwart Felix Jeglinger und seine Vorderleute hielten bis zur 85. Minute stand. Dann war der Concordia-Keeper durch das erste Saisontor des Germanen Gilberto Bierbach doch noch geschlagen. Und derselbe Spieler schaffte nur eine Minute später auch noch das umjubelte Siegtor, so dass unsere tapferen Jungs nach dem Abpfiff traurig mit leeren Händen da standen. rw

Concordia II: Jeglinger, Jurkic (84. Kharbouch), Pusic, Mettlach, Schierle, Vock (ab 46. Evans), Eichler, Bouasla, M. Sieber, Schestag, Vanselow. – Bank: Kracke, Weldai, Janicke.


Es braucht wieder Willen und Energie

Türkgücü Frankfurt – Concordia
Sonntag, 24. November 2019 (14.45 Uhr), Sondershausenstraße
Kreisoberliga

Der Abzug von sechs Punkten wegen des Einsatzes von Spielern ohne Spielberechtigung hat die Türken im Meisterschaftskampf auf den vierten Platz mit 34 Punkten und 67:25 Toren zurückgeworfen. Letzten Sonntag ließ Türkgücü beim FC Gudesding zwei weitere Punkte liegen, als nur Torjäger Emin Yalin mit seinem 35 Saisontor zum 1:1 traf.  Er führt die Liga-Torschützenliste mit 15 Treffern Vorsprung an. Baris Odebas war neunmal erfolgreich. Von neun Heimspielen wurden sieben gewonnen und 39 Tore geschossen. 50 Gelbe, 5 Gelb-Rote und 2 Rote Karten stehen zu Buche. Im August gewannen die Männer vom Bosporus am Rosegger hoch mit 6:1. Damals befand Concordia-Coach Roland Stipp, dass seine Spieler nach dem 0:2 die taktische Disziplin aufgegeben hätten, die man gegen so ein gutes Team brauche.

Der 18-Jährige Metin Cosgun rückte inzwischen mit seinem vierten Saisontor in der Concordia-Torschützenliste den zuletzt fehlenden Dragan Budimir (5) und Dani Hopf (4) auf die Pelle. Eine positive Bilanz hat die Stipp-Mannschaft in den Auswärtsspielen: Siege gab es bei Saz-Rock und Croatia sowie in Nieder Erlenbach und Kalbach.

Beim letzten Auswärtsspiel gegen Türkgücü im April 2015 sorgten Jonas Schlevogt und Fabio Comes nach Flanke von Viktor Haselmayer vier Minuten vor dem Ende für den 2:1-Sieg an der Sondershausenstraße. Trainer Stipp damals: „Der Sieg war wieder mal eine Willens- und Energieleistung.“ Einen Monat später war der Wiederaufstieg in die Kreisoberliga amtlich. Auch im November 2012 gelang mit dem 2:2 ein KOL-Punktgewinn, während es ein Jahr vorher eine 0:5-Niederlage hagelte. rw
Schiedsrichter: Sascha Hofmann.

Germania 94 – Concordia II
Kreisliga A Gruppe zwei
Mainwasen (14.45 Uhr)

Der Gastgeber hat als Tabellensiebter 26 Punkte und 42:32 Tore auf dem Konto. Torschütze vom Dienst ist Casia Kamara mit 13 Treffern. Vier Heimsiegen stehen vier Niederlagen entgegen. Die Germanen haben im August vom Rosegger mit 3:0 die Punkte entführt. Nach dem 3:1 gegen Serkeftin können aber auch die Spieler von Trainer Pascale König aufatmen. Mit zehn Punkten weniger auf Platz elf liegend fahren sie zwar als Außenseiter über den Main, könnren aber durchaus auch was Zählbares mit an die Eschersheimer Landstraße zurückbringen. Bester Schütze ist nach seinem Dreierpack vom letzten Sonntag Louis Haarhaus (9 Tore), der diesmal aber fehlen wird. rw
Schiedsrichter: Mohammed Azeez.