Preußen – Concordia 1:5

Viktoria Preußen – Concordia Eschersheim 1:5 (0:1)
Donnerstag, 13. Dezember 2018
Kreisoberliga Frankfurt

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Von Martin Gutmann

Roland Stipp war nach dem Spiel gegen die „Preußen“ voll des Lobes für seine Mannschaft: „Wir haben im letzten Spiel des Jahres noch einmal alles gezeigt, was wir uns in den vergangenen Monaten erarbeitet haben. Die Mannschaft ist spielerisch stabil geworden, hat eine gute Balance drauf was Vorwärtsspiel und Defensivverhalten angeht und sich in den Zweikämpfen die in dieser Liga nötige Zähigkeit angeeignet – da zahlt sich der Trainingsfleiß aus.  Ich bin richtig stolz auf die Jungs und freue mich sehr über den Zusammenhalt, der sich ganz schnell entwickelt hat. Es macht richtig Spaß.“ Auch die anwesenden Spielausschuss- und Vorstandsmitglieder hatten auffällig gute Laune ob der gezeigten Leistungen in diesem Spiel, aber auch der gesamten Hinrunde. Der Neuaufbau nach den vielen Abgängen ist bereits nach einem halben Jahr vollzogen, die fußballerischen Darbietungen sind in den letzten Wochen stabil, die Spiele attraktiv. Man sieht das Potential unseres ja noch sehr jungen Teams.

Alles gut also in Eschersheim – lediglich die Chancenverwertung ist und bleibt (hoffentlich nicht) das große Manko. Nachdem direkt in der ersten Minute der von Makkabi zu den Preußen gewechselte 17 Tore-Stürmer Ibrahim Abbouz eine (fast schon obligatorische) Anfangsunaufmerksamkeit nicht nutzen konnte und knapp verzog, leisteten wir uns drei vergebene Chancen, die dem anwesenden Kreisfußballwart Rainer Nagel ungläubiges Staunen auf das von der fiesen Kälte ganz blasse Gesicht zauberte und den anwesenden Concorden Frustbeulen unter die wachsenden Frostbeulen mogelte. „Den macht meine tote Omma“ war noch der harmloseste Kommentar der Unterstützerschar. Auch auf der Gegenseite gab es noch die ein oder andere Möglichkeit, doch schließlich erreichte Averil Ringheim ein lang geschlagener Ball von Torhüter Benny Kress, den er geschickt verarbeitete und souverän zum 1:0 einschob. So ging es auch in die Pause.

Bis zum Ausgleich waren in der zweiten Hälfte noch keine 60 Sekunden gespielt, als Abbouz die Halbzeit-Tiefschlafphase zum 1:1 nutzte. Im Anschluss zeigten die ersatzgeschwächten „Preußen“, dass sie immer eine gefährliche Mannschaft stellen können und erhöhten den Einsatz. Dabei trafen sie noch die Latte, bis schließlich erst Fabio Comes auf Vorlage von Flo Ilcken und dann Matze Müller nach wieder tollem Pass von Saba Kvaratskhelia mit dem 3:1 die Entscheidung herbeiführten. Nils Brendel war zumindest eng dran beim 4:1 und Comes stellte gar auf 5:1, ehe draußen der Trainer einen Kasten Bier organisierte.

Mir hat die Berichterstattung viel Freude bereitet: macht einfach weiter so. Wir wünschen Benni Tesar Ski Heil und dem für vier Monate nach Australien gehenden Flo Illcken, der eine überragende Hinrunde gespielt hat, alles Gute und eine baldige gesunde Rückkehr. Australien ist ja nicht schlecht, aber schon Loriot war sich sicher: „Ein Leben ohne Concordia ist möglich, aber sinnlos“. Und so leuchten die Spieleraugen in Vorfreude auf die vorweihnachtliche Bescherung, denn die Concordenfamilie macht sich nun für die großen Feierlichkeiten am nächsten Wochenende bereit. Und das muss für heute reichen…